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Support für die Kritiker der Rappentöri-Überbauung

Der zweite Könizer Alt-Gemeinderat meldet sich zu Wort: Neben Walo Hänni stellt sich auch Daniel Pauli gegen die Rappentöri-Überbauung.

Mit dem Elisabethenhaus und dem alten Coop im Rücken: Bernhard Zaugg (EVP), Markus Willi (SP), Casimir von Arx (GLP und Hansueli Pestalozzi (Grüne) rühren vor Ort die Werbetrommel für die Rappentöri-Überbauung.
Mit dem Elisabethenhaus und dem alten Coop im Rücken: Bernhard Zaugg (EVP), Markus Willi (SP), Casimir von Arx (GLP und Hansueli Pestalozzi (Grüne) rühren vor Ort die Werbetrommel für die Rappentöri-Überbauung.
Susanne Keller

Völlig überdimensioniert. Mit so viel neuer Verkaufsfläche an diesem zentralen Ort in Köniz auch deplatziert: Walo Hänni brauchte harsche Worte, als er letzte Woche auf den Auftritt der Rappentöri-Befürworter reagierte. Diese hatten eben für ein Ja zur Abstimmungsvorlage vom 21. Mai geworben, die mitten in Köniz den Weg für eine moderne, verdichtete Überbauung frei machen soll. Wenn es dazu komme, so Hänni weiter, werde der Verkehr definitiv zusammenbrechen.

Der freisinnige Alt-Gemeinderat sollte nicht allein bleiben. ­Unvermittelt meldet sich ein Kollege aus dem damaligen Gemein­derat zu Wort: BDP-Vertreter Daniel Pauli stimmt in den Chor der Rappentöri-Kritiker ein. Auch er stört sich an den grossen Bauten, auch er fürchtet den Mehrverkehr – vor allem aber fragt er sich: Ob Köniz tatsächlich immer weiter wachsen müsse, wo doch die für 2030 angestrebte Einwohnerzahl schon heute erreicht sei. Ob es tatsächlich Sinn mache, die letzten Parzellen im Zentrum zu verbauen und so der nächsten Generation jegliche Gestaltungsmöglichkeit zu nehmen.

Die Befürworter betonen ihrerseits, dass die Überbauung in einer Zeit, in der alle vom Kulturlandschutz redeten, ein Gebot der Stunde sei. Den Gegnern ­werfen sie zudem Inkonsequenz vor, weil sie gegen die Verdichtungspläne für das angrenzende Gebiet Köniz-Nord nichts einzuwenden hätten. Obwohl dort sogar ein zwölfgeschossiges Hochhaus möglich sein werde.

In Köniz-Nord lägen die Dinge anders, entgegnet Pauli. Das Gebiet liege nicht so nah am his­torischen Dorfkern. Zudem gebe es hier völlig unternutzte Flächen, auf denen sich eine Neubebauung längst aufdränge.­

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