Zum Hauptinhalt springen

Stauffacherplatz: Quartierverein kritisiert Stadt

Die Gelateria di Berna musste bis am Donnerstag ihre Gestaltung des Stauffacherplatzes rückgängig machen. Der Quartierverein hat Gemeinderat Reto Nause nun einen offenen Brief geschickt.

Den Passanten und Glace-Liebhabern schienen die zusätzlichen Sitzgelegenheiten am Stauffacherplatz durchaus zu gefallen.
Den Passanten und Glace-Liebhabern schienen die zusätzlichen Sitzgelegenheiten am Stauffacherplatz durchaus zu gefallen.
Martin Bürki
Der Stauffacherplatz wurde in ein «Urban Gardening»-Projekt umgewandelt: Neben den Holzbänkli stehen Pflanzeneimer, in denen Blumen und Kräuter spriessen.
Der Stauffacherplatz wurde in ein «Urban Gardening»-Projekt umgewandelt: Neben den Holzbänkli stehen Pflanzeneimer, in denen Blumen und Kräuter spriessen.
Stefan Anderegg
Bis Donnerstag mussten die Sitzgelegenheiten weg sein – zumindest vorerst: Beim Quartierleist möchten die Gelatieri das Projekt erneut einbringen und überarbeiten.
Bis Donnerstag mussten die Sitzgelegenheiten weg sein – zumindest vorerst: Beim Quartierleist möchten die Gelatieri das Projekt erneut einbringen und überarbeiten.
Stefan Anderegg
1 / 3

Bis am Donnerstag musste die Gelateria di Bern ihre Umgestaltungsaktion des Stauffacherplatzes im Breitenrain-Quartier wieder rückgängig machen, weil es die Gewerbepolizei verlangte. Nun reagiert die Interessengemeinschaft IG Wankdorf mit einem offenen Brief an den Gemeinderat Reto Nause. «Wir konnten miterleben, wie simple Einrichtungsgegenstände einen Platz mit Leben füllen können.» Dieser sei davor vor allem als ungastliche Verkehrsinsel aufgefallen. Die IG schreibt weiter: «Ein paar Bänke, farbige Kissen, Pflanzen – und schon treffen sich fröhlich schwatzende und Glacen schleckende Kinder und Erwachsene. So müssen Quartierplätze aussehen.»

Unbürokratische Lösung gefordert

Für die IG sei klar, dass rechtliche Vorgaben nicht einfach gekippt werden dürfen. Für die «Guerilla»-Verschönerungaktion fehlte jedenfalls die Bewilligung. Man sei überzeugt, dass Nause als zuständiger Gemeinderat mit den Initianten auf unbürokratische Art und Weise eine Lösung finden könne, die sich auch rechtlich abstützen lasse.

Deshalb schlägt die IG eine befristete Ausnahmebewilligung für die kommenden Frühlings- und Sommermonate vor mit der Auflage, für das nächste Jahr ein bewilligungsfähiges Konzept vorzulegen. «Es wäre für uns nicht verständlich, wenn die so oft geforderte Eigeninitiative und die Belebung eines Quartierplatzes reflexartig und aus bürokratischen Überlegungen verhindert wird», schliessen die Autoren. Die IG setzt sich für Lebensqualität in den Quartieren Wankdorf und Breitfeld ein.

Der Brief hat die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie erreicht. «Wir wollen Dialog Nordquartier und die IG Wankdorf zusammen mit den involvierten städtischen Verwaltungsstellen gerne zu einem Gespräch einladen», schreibt der Generalsekretär Martin Albrecht. An diesem Gespräch sollen die konkreten Bedürfnisse des Quartiers geklärt, die rechtliche Lage geschildert und aufgezeigt werden, was möglich sei, präzisiert er.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch