Statthalter weist Beschwerde gegen Einbahnregime ab

Zollikofen

Die Gemeinde Zollikofen ordnete 2018 auf einem Teil der Schützenstrasse eine Einbahn an, 86 Anwohnende führten dagegen Beschwerde. Regierungsstatthalter Christoph Lerch hat diese nun abgewiesen.

Das Einbahnregime auf der Schützenstrasse zwischen der Kreuz- und Rüttistrasse sei verhältnismässig. Quelle: Screenshot Google Streetview

Mathias Gottet

Die Gemeinde Zollikofen ordnete Ende August 2018 auf einem Teil der Schützenstrasse ein Einbahnregime an. Der Grund: Die Schützenstrasse ist schmal, Autos können darauf nicht kreuzen. Das führe zu Ausweich­manövern auf dem Trottoir, die gefährlich enden könnten, erklärt der Bauverwalter von Zollikofen Beat Baumann. «Durch die Einbahnstrasse können wir die Sicherheit der Fussgänger erhöhen.»

Zurzeit fahren die Autos noch in beide Richtungen. Die Be­wohner des Quartiers haben sich aber mobilisiert. Gleich 86 Anwohnende beschwerten sich in der Folge beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland gegen die Massnahme. «Die Anwohner befürchten, dass die Einbahnstrasse zu mehr Verkehr auf der Rütistrasse führen wird», sagt Baumann. Die Gemeinde gehe aber davon aus, dass die Einbahn nicht zu wesentlich mehr Verkehr führen werde.

Zu derselben Einsicht ist auch der Regierungsstatthalter Christoph Lerch gekommen. Laut einem gestern versandten Communiqué habe er die Beteiligten angehört. Nach einem Augenschein vor Ort wies Lerch die Beschwerden ab.

In seinem Entscheid kommt er zum Schluss, dass die angeordnete Massnahme im öffentlichen Interesse liege und ver­hältnismässig sei. Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden auf der Schützenstrasse zu gewährleisten, sei die Einbahnstrasse nötig. Lerch empfahl der Gemeinde, die angeordnete Massnahme auf deren Wirkung zu überprüfen.

Dies wolle die Gemeinde auch tun. «Wir werden nach der Einführung der Einbahnstrasse die Situation im Auge behalten und den Verkehr messen», sagt Baumann. Die Anwohner haben die Möglichkeit, mit der Beschwerde vor das Verwaltungsgericht zu ziehen.

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