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Stadtrat zügelt für eine Sitzung ins Münster

Wegen der Rathaussanierung tagt der Berner Stadtrat nächsten Juni im Münster, ehe er sich in eine verlängerte Sommerpause verabschiedet.

Für eine einzelne Sitzung werden die Berner Stadträte kommenden Juni im Münster Platz nehmen. Unklar ist, ob der Redner jeweils auf die Kanzel steigen darf.
Für eine einzelne Sitzung werden die Berner Stadträte kommenden Juni im Münster Platz nehmen. Unklar ist, ob der Redner jeweils auf die Kanzel steigen darf.
Walter Pfäffli

Das Berner Stadtparlament steht vor einer Premiere: Weil das Rathaus nächstes Jahr saniert wird, zügeln die 80 Mitglieder des Stadtrats für eine Sitzung ins Berner Münster.

Der designierte Stadtratspräsident Christoph Zimmerli (FDP) bestätigte am Dienstag einen Bericht der Zeitung «Der Bund». Der Umzug ins Gotteshaus finde «vorbehältlich meiner Wahl zum Stadtratspräsidenten» statt, sagte Zimmerli. Die Sitzung im Münster ist demnach am Donnerstag, 29. Juni, geplant.

Redner auf Kanzel?

Einige Details seien noch zu klären, sagte Zimmerli. So ist offen, ob die Politiker für ihre Voten auf die Kanzel steigen dürfen. Auch muss zum Beispiel das Abstimmungsprozedere in der Kirche geregelt werden.

«Im Münster kann man sicherlich mit viel Geist politisieren», zitiert der «Bund» den FDP-Gemeinderat Alexandre Schmidt, der das Gastspiel aufgleisen half. «Einmal auf den Kirchenbänken zu sitzen, tut den Berner Volksvertretern sicher gut.»

Die Zeitung erinnert daran, dass das Münster schon früher als Versammlungsort verschiedener Behörden genutzt wurde. Das Bauwerk sei einst auch errichtet worden, um bei Versammlungen 3000 stehende Leute aufnehmen zu können.

Zwei Monate Sommerpause

Nach der Sitzung am 29. Juni 2017 wird der Stadtrat in eine ungewöhnlich lange Sommerpause gehen. Wegen der Arbeiten im Rathaus tagt das Parlament erst am 24. August wieder.

Für die sanfte Erneuerung des 600 Jahre alten Rathauses sprach der bernische Grosse Rat kürzlich einen 8-Mio-Kredit. Das Geld wird für Unterhaltsarbeiten und betriebliche Anpassungen eingesetzt. Eine umfassende Renovation will sich der Kanton zurzeit nicht leisten.

SDA/mb

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