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Stadtrat gibt grünes Licht für Sanierung Monbijoustrasse

Ab 2021 soll in Bern die Monbijoustrasse zwischen Eiger- und Seftigenstrasse umfassend saniert werden. Der Stadtrat hat am Donnerstag einen Kredit von 18,8 Millionen Franken bewilligt. Das Stimmvolk entscheidet am 9. Februar 2020.

Die Monbijoustrasse soll für 29,7 Millionen Franken saniert werden.
Die Monbijoustrasse soll für 29,7 Millionen Franken saniert werden.
Raphael Moser

Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf 29,7 Millionen Franken. Zur Abstimmung gelangt der städtische Anteil von 18,8 Millionen Franken. Die restlichen Kosten gehen zu Lasten von Bernmobil, EWB und Wärmeverbund Marzili. Der Stadtrat hiess die Vorlage mit 45 zu 17 Stimmen gut.

Zuvor wies der Rat Rückweisungsanträge von FDP und SVP klar ab. Die FDP wollte mehr Transparenz bei den Kosten und eine Beibehaltung der heutigen Verkehrsführung bei der Haltestelle «Wander». Die SVP forderte, die aufgehobenen Parkplätze anderswo zu ersetzen.

Neue Verkehrsführung bei Wander

Die Sanierung ist nötig, weil die Tramgeleise auf einem Teil der Strasse das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Zudem hat die Stadt Mängel bei der Verkehrssicherheit ausgemacht. Eng ist der Strassenraum etwa bei der Tramhaltestelle Wander.

Das Wartehäuschen stadteinwärts soll deshalb abgebrochen und durch ein neues Häuschen in der Mitte des neuen Perrons ersetzt werden. Die Haltestelle stadtauswärts soll so umgebaut werden, dass eine Umfahrung durch den motorisierten Individualverkehr nicht mehr möglich ist und Autos hinter den haltenden Trams warten müssen.

Nebst den Gleisen und Strassenoberflächen sollen auch die Abwasserkanäle aus dem frühen 20. Jahrhundert ersetzt werden. Mit der Sanierung wird das Abwasser in einer einzigen Leitung mit grösserem Durchmesser kanalisiert.

Umstrittene Baumfällung

Luzius Theiler (GaP) wollte erreichen, dass fünf Bäume bei der Tramhaltestelle Wander wegen der Erweiterung des Wartebereichs nicht gefällt werden müssen. Wenn man sich zum Klimaschutz bekenne, müsse man sich auch zum Baumschutz bekennen, erklärte Theiler. Sein Antrag scheiterte mit 32 zu 21 Stimmen bei 11 Enthaltungen.

Baudirektorin Ursula Wyss (SP) betonte, dass erstmals bei einem Bauprojekt ein aktiver Baumschutz enthalten sei. Bei 28 Bäumen sei deren Erhaltung möglich. Die fünf Bäume an der Haltestelle Wander stünden jedoch direkt auf unterirdischen Leitungen, was es verunmögliche, die betreffenden Bäume zu erhalten.

Theiler erreichte jedoch, dass in der Abstimmungsbotschaft ein Bild der zu fällenden Baumgruppe eingefügt werden muss. Sofern das Stimmvolk dem Kredit zustimmt und die Plangenehmigung des Bundesamts für Verkehr sowie die Baubewilligung fristgerecht vorliegen, starten die Bauarbeiten im Frühling 2021.

SDA/sih

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