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Stadtnomaden wollen nicht in den Hirschenpark umziehen

Ginge es um das Rotationsprinzip, hätten die Berner Stadtnomaden vor zwei Monaten ihren Standplatz im Viererfeld räumen müssen. Sie weigern sich aber, in den Hirschenpark umzuziehen.

Die Stadtnomaden wollen Ihren Platz auf dem Viererfeld nicht verlassen.
Die Stadtnomaden wollen Ihren Platz auf dem Viererfeld nicht verlassen.
Urs Baumann

Seit 2008 müssen die Berner Stadtnomaden alle drei Monate ihren zugeteilten Standplatz verlassen und zum nächsten weiterziehen. Dieses Rotationsprinzip haben der Kanton Bern, die Burgergemeinde und die Stadt Bern gemeinsam beschlossen. Es ist eine Zwischenlösung, bis sich die Stadtnomaden definitiv in Riedbach in der Zone für Wohnexperimente einrichten können. Aufgrund eines Beschwerdeentscheids des Kantons Bern verzögert sich das Projekt jedoch.

Die Berner Stadtnomaden hätten demnach ihren aktuellen Standplatz im Viererfeld vor zwei Monaten räumen müssen. Dies sei nicht geschehen, wie Walter Langenegger, Leiter des Informationsdienstes der Stadt Bern, gegenüber dem «Bund» bestätigte.

Hirschenpark nicht ideal?

Als nächster Standort wäre der Hirschenpark vorgesehen gewesen. Der Verein Alternative wolle aber seine Zelte nicht dort aufschlagen, weil sie an diesem Standplatz beim letzten Aufenthalt von «Nachtgängern» mit Flaschen beworfen worden seien. Eine stark befahrene Strasse, die beim Hirschenpark vorbeiführt, stelle laut Langenegger ebenfalls ein Problem für die Stadtnomaden dar.

Bei einigen Anwohnern im Quartier sorgt der verlängerte Aufenthalt der Stadtnomaden für Unmut. Walter Langenegger bestätigt gegenüber dem «Bund,» dass bei der Stadt Bern von Anwohnern Beschwerden eingegangen seien.

Vorerst wird der Standplatz im Viererfeld aber nicht geräumt. Die Stadt Bern suche nun das Gespräch mit dem Verein Alternative. Es werde nach einer «schnellen und einvernehmlichen Lösung» gesucht.

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