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Stadt prüft Umbenennung der Gardistrasse

Der Filmer und Fotograf René Gardi hat eine eigene Strasse in der Stadt Bern. Doch er war auch ein Straftäter.

Die Gardistrasse im Berner Wankdorfquartier wird möglicherweise umbenannt. Quelle: Google Streetview

René Gardis Filme, Vorträge und Bücher prägten in den 1960er- und 1970er-Jahren das Afrika-Bild der Schweizer. Im Neubauquartier Wankdorf-City, wo auch die Post und die SBB ihre neuen Hauptsitze haben, wurde deshalb eine Strasse nach ihm benannt. Doch nun will der Berner Gemeinderat prüfen, ob diese Strasse umbenannt werden sollte. Das schreibt der «SonntagsBlick».

Denn René Gardi war nicht nur Filmer und Fotograf, sondern auch ein verurteilter Straftäter. Das deckte der Dok-Film «African Mirror» von Mischa Hedinger letztes Jahr auf.

Gardi wurde 1945 als Sekundarlehrer in Brügg wegen «Unzucht mit Kindern» gerichtlich verurteilt. Er hatte im Jahr zuvor Selbstanzeige erstattet. Daraufhin verlor er seine Stelle und erhielt ein zehnjähriges Berufsverbot – was auch der Grund dafür war, dass er nach Afrika reiste.

Dieser Hintergrund war vor Hedingers Dok-Film nicht bekannt. Auch für Berns Stadtregierung war er neu. Deshalb wird eine Strassenbenennungskommission den Namen nochmals prüfen.

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