Zum Hauptinhalt springen

Spontane Kundgebung gegen Zuwanderungsinitiative

Nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative ist es am Sonntagabend in Bern zu einem Demonstrationsumzug mit mehreren Hundert Teilnehmern gekommen.

Die Sing-Demonstranten sind vom Bundeshausplatz zum Bahnhof gezogen. In der obesten Etage singen sie ein Klagelied anlässlich der «Trauerfeier für eine moderne und weltoffene Schweiz», wie es auf Facebook heisst. Der Organisator der spontanen Demo dirigiert den Demochor, der das Lied dreistimmig singt.
Die Sing-Demonstranten sind vom Bundeshausplatz zum Bahnhof gezogen. In der obesten Etage singen sie ein Klagelied anlässlich der «Trauerfeier für eine moderne und weltoffene Schweiz», wie es auf Facebook heisst. Der Organisator der spontanen Demo dirigiert den Demochor, der das Lied dreistimmig singt.
Dominik Galliker
Als einige Polizisten auftauchen, singen die Demonstranten auch für sie ihr Ständchen. Die Beamten applaudieren. Dann zieht die friedliche Gruppe mit den Kerzen weiter Richtung Reitschule.
Als einige Polizisten auftauchen, singen die Demonstranten auch für sie ihr Ständchen. Die Beamten applaudieren. Dann zieht die friedliche Gruppe mit den Kerzen weiter Richtung Reitschule.
Dominik Galliker
Jürg Spori
1 / 12

Die Kundgebungsteilnehmer hatten sich um 19 Uhr bei der Heiliggeistkirche versammelt und zogen anschliessend via Spital- und Marktgasse in Richtung Bundesplatz. Dabei trugen sie Transparente wie «Ihre Schweiz - Unser Graus» mit sich und riefen antirassistische und antifaschistische Parolen wie «Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall».

Vorne an der Spitze des Umzugs befanden sich rund 30 dunkelgekleidete Personen, dahinter gingen vor allem viele Junge mit. Dutzende Personen haben sich unterwegs dem Umzug angeschlossen, es folgten stets noch mehr. Kurz nach 20 Uhr befand sich der Umzug in Richtung Christoffel-Unterführung im Bahnhof, bevor er vor der Schützenmatte zu Ende kam.

Nicht nur in Bern war man unzufrieden: Gleichzeitig fand ebenfalls in Zürich eine Kundgebung statt. Dort nahmen rund 1000 Personen teil. Beim Medienhaus der Tamedia und einer Filiale der Zürcher Kantonalbank an der Langstrasse wurden Scheiben eingeschlagen.

Musikalische «Trauerfeier»

Friedlicher ging es in Bern zu: Beobachter vor Ort in Bern schätzten, dass sich 600 Personen an der Demonstration befanden. Mit Ausnahme von knallenden Feuerwerkskörpern und Pyros verlief die Kundgebung ruhig, es wurden keine Sachbeschädigungen festgestellt. Durch die Menschenmenge wurde der öffentliche Verkehr beeinträchtigt und zwischenzeitlich eingestellt, wie die Kantonspolizei Bern gegenüber Redaktion Tamedia bestätigte.

Der Aufruf fand auf Facebookstatt, wo ein Nutzer zum Protest auf dem Bundesplatz aufrief. Die Demonstration sollte als musikalische «Trauerfeier für eine moderne und weltoffene Schweiz, wie sie heute zu Grabe getragen wurde» dienen, wie es auf der Seite hiess.

Quelle: Claudia Salzmann

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch