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Sind die Wassersprengwagen verschwunden?

Früher putzte die Stadt die Strassen mit Wassersprengwagen. Gibt es diese nicht mehr?

em
Eine Aufgabe für den Schwemmwagen? Sein Spezialgebiet ist eher Bier und Urin getränkten Asphalt sauber zu kriegen.
Eine Aufgabe für den Schwemmwagen? Sein Spezialgebiet ist eher Bier und Urin getränkten Asphalt sauber zu kriegen.
Susanne Keller

Doch. Zwei sogenannte Wasserschwemmwagen hat das Stadtberner Tiefbauamt noch. Aber zum Einsatz kommen sie nur noch ganz selten. Einer der Wagen hat bis letzten Sommer an heissen Tagen die Kornhausbrücke benetzt. Das war nötig zur Kühlung der Fugen an den Tramschienen, weil sich sonst das Fugenmaterial verflüssigt hätte. Nach der Brückensanierung letztes Jahr ist dies aber nicht mehr nötig. Und deshalb bräuchte es eigentlich auch die Schwemmwagen nicht mehr.

Denn für die Strassenreinigung hat das Tiefbauamt längst eine Flotte mit über 20 modernen Reinigungsmaschinen, die den Dreck mit Bürsten zusammenwischen und aufsaugen. Die Schwemmwagen stammen aus früheren Zeiten, als die Strassenreinigung noch grösstenteils Handarbeit war: Die Angestellten mussten den Dreck mit Reisbesen zusammenwischen, dann fuhr der Schwemmwagen durch die Strassen und spritzte diese grossflächig mit Wasser ab.

Das war aufwendig. Und das Dreckwasser belastete die Kanalisation. Heute putzen die Reinigungsmaschinen schneller, mit weniger Angestellten und ohne Gewässerbelastung. Trotzdem ist Martin Schneider, Leiter Strassenreinigung im Tiefbauamt, froh, wenn er ab und zu den Schwemmwagen einsetzen kann: Wenn nach einem «Tanz-dich-frei»-Umzug oder einer grossen Feier Strassenzüge und Plätze schnell wieder sauber sein müssen, kommt der Schwemmwagen zum Einsatz.

Keine andere Maschine schafft es so schnell, den mit Bier und Urin getränkten Asphalt wieder sauber zu kriegen. Für Martin Schneider ist deshalb klar: «Mindestens einen Wasserschwemmwagen behalten wir sicher auch künftig für alle Fälle in der Hinterhand.»

In der Rubrik «Berner Fragen» beantworten wir Fragen, die sich um Bern drehen. bernerfragen@bernerzeitung.ch

(BZ)

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