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Shnit startet mit bescheidenem Esprit

Zum Auftakt von Shnit gabs am Mittwoch in der Heiliggeistkirche Comedy statt Politik. Aber wenig zu lachen.

Die Organisatoren sprechen ausser von vollen Sälen auch von qualitativ hochstehenden Filmen.
Die Organisatoren sprechen ausser von vollen Sälen auch von qualitativ hochstehenden Filmen.
Nelson Casas Olguín
Erstmals gastiert das Kurzfilmfestival im Cinébad.
Erstmals gastiert das Kurzfilmfestival im Cinébad.
Stefan Anderegg
Unfreiwilliger Höhenflug: Szene aus dem Kurzfilm «The Karman Line».
Unfreiwilliger Höhenflug: Szene aus dem Kurzfilm «The Karman Line».
zvg
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Okay, die Berner Satirikerin Lisa Catena hat schon recht: «In der Regel werden für Festivaleröffnungen Politiker gebucht, nicht Komiker. Wobei die Übergänge in Bern ziemlich fliessend sind.» In der Tat oblag es in den letzten zwei Jahren Stadtpräsident Alex Tschäppät, in der Heiliggeistkirche Eröffnungsreden zu schwingen. Sie waren kurz und würzig.

Am Mittwoch drehte Catena in einer «alternativen Eröffnungsrede» den Spiess um und referierte als Komikerin über Politik, Steuerhinterziehung und das Trio Eugster. Lustig? Wenn man Dauerkalauer über Songtitel mag. Kurz? Ist definitiv anders. Als Zuschauer beschlich einen das Gefühl, einer personifizierten Notlösung beizuwohnen.

Ans Gebot der Stunde hielten sich Shnit-Direktor Olivier van der Hoeven und die neue Bern-Programmverantwortliche Anna Suppa. Ebenso knapp war das mit Livebegleitung vertonte Trickfilm-Amuse-bouche «Sisyphos» von Regisseur Florian Grolig: orange, schwarz und gutkirchlich verorgelt. Und sonst? Bleibt die Hoffnung auf ein Rednercomeback von Alex Tschäppät.

Filmfestival Shnit: bis 12.10. Infos: www.shnit.org

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