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Verhaftungswelle in der Türkei – Kurden gehen in Bern auf die Strasse

Am Freitagnachmittag demonstrierten rund 400 Kurdinnen und Kurden in der Berner Innenstadt. Es kommt zu Behinderungen auf mehreren Bernmobil-Linien.

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Eine Gruppe von rund 400 Kurden zog am Freitag durch die Berner Innenstadt. (Archivbild vom 1. September 2016)
Eine Gruppe von rund 400 Kurden zog am Freitag durch die Berner Innenstadt. (Archivbild vom 1. September 2016)
Keystone

Die Verhaftung von kurdischen Spitzenpolitikern in der Türkei hat in Bern zu einer Kundgebung geführt. Schätzungsweise 400 Kurden zogen am Freitagnachmittag von der Innenstadt zur türkischen Botschaft im Kirchenfeldquartier, um dagegen zu protestieren.

Die Kundgebungsteilnehmer riefen Parolen gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und schwenkten Fahnen mit dem Schriftzug der prokurdischen Oppositionspartei HDK. Das ist die Partei, deren Führer in der Nacht auf Freitag in der Türkei verhaftet wurden.

Auch Fahnen mit dem Bild von Kurdenführer Abdullah Öcalan waren zu sehen und dazu etwa Transparente mit Aufschriften wie «Hände weg von Kurdischen Politikern». Die Polizei begleitete den Kundgebungszug und regelte den Verkehr. Es kam zu kleineren Verkehrsbehinderungen.

Im Kirchenfeldquartier hinderte ein Gitter quer über den Lombachweg die Demonstranten daran, bis zur türkischen Botschaft vorzudringen. Organisiert worden war die Kundgebung laut einem der Teilnehmer von der Kurdischen Inititative Bern. Das sagte er vor Ort. Laut der Stadtberner Orts- und Gewerbepolizei war sie unbewilligt.

Der kurdische Mitorganisator machte geltend, es handle sich um eine Spontankundgebung, für die eine mündliche Bewilligung eingeholt worden sei.

Aufgrund der Kundgebung kam es zu Einschränkungen im öffentlichen Verkehr. Bernmobil meldete Behinderungen auf den Linien 6, 7, 8, 9, 10, 12 und 19. Gegen 16 Uhr fuhren die Linien wieder nach Fahrplan.

(SDA)

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