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Reitschule setzt ein Zeichen gegen Drogendeal

Am Samstag blieb die Berner Reitschule bis Mitternacht geschlossen. Die Aktion war der Auftakt zu einer Kampagne gegen den Drogenhandel auf dem Vorplatz.

«Wir wollen ein Polit-, Begegnungs- und Kulturzentrum sein und nicht ein stadtbekannter Drogenumschlagplatz», schhreibt die Mediengruppe der Reitschule in einem Communiqué. Das Tor zur Reitschule blieb deshalb am Samstagabend bis Mitternacht geschlossen.
«Wir wollen ein Polit-, Begegnungs- und Kulturzentrum sein und nicht ein stadtbekannter Drogenumschlagplatz», schhreibt die Mediengruppe der Reitschule in einem Communiqué. Das Tor zur Reitschule blieb deshalb am Samstagabend bis Mitternacht geschlossen.
Christian Pfander

Wer am Samstagabend in der Reitschule einkehren wollte, stand vor verschlossenen Türen. Der ganze Eingangsbereich ist neu schwarz übermalt, darauf prangt in pinker Schrift: «No Deal Area.» In der gleichen Farbe haben die Betreiber die im Kulturzentrum geltenden Grundsätze auf das Eingangstor gepinselt.

«Uns reichts!», steht auf einem Flugblatt, das Besucherinnen und Besuchern ausgehändigt wurde. Die aktuelle Situation auf dem Vorplatz sei nicht länger tragbar. Der Drogenhandel bringe «Gewalt ins Haus», was nicht mit dem Manifest der Reitschule vereinbar sei. «Wir wollen keinen Deal und keinen Konsum von harten Drogen in und um die Reitschule.»

Weitere Aktionen

Zum Auftakt der Kampagne «No Deal Area» blieb die Reitschule am Samstag bis Mitternacht geschlossen. Die Plattentaufe von Eldorado FM im Dachstock begann deshalb erst um 1 Uhr in der Nacht auf Sonntag.

In den nächsten Tagen wollen die Reitschülerinnen und Reitschüler den Vorplatz mit verschiedenen Aktionen wie Kino, Grill, DJs oder gemütlichem Kaffeetrinken teilweise schon tagsüber in Beschlag nehmen.

Die Aktionen sollen den Besuchern bewusst machen, wofür die Reitschule stehe und wofür nicht, schreibt das Kulturzentrum in einer Mitteilung.

Vorplatz regelmässig im Fokus

Der Drogenhandel auf dem Vorplatz ist einer der häufigsten Vorwürfe gegen die Reitschule. Es gibt aber auch jene Stimmen, die den Behörden vorwerfen, Drogenhändler überall sonst in der Stadt zu verdrängen und auf der Schütz passiv zu dulden. Gleichzeitig führt es regelmässig zu Spannungen, wenn bei Einsätzen der Kantonspolizei Dealer in die Reitschule flüchten und die Betreiber den Einsatzkräften vorwerfen, mit übertriebener Härte gegen die oft dunkelhäutigen Dealer vorzugehen.

Um die Situation zu entschärfen, unternahm die Reitschule in den letzten Jahren regelmässig besondere Anstrengungen zur Belebung des Vorplatzes. Seit Ende März steht zudem fest, dass für den geplanten Skaterpark unter der Eisenbahnbrücke die Baubewilligung vorliegt.

BZ/hae

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