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Reitschule: Handeln ist Gold

Die neue Zuständigkeit Alexander Tschäppäts für die Reitschule offizialisiert, was schon lange gilt: Wenns hart auf hart geht, übernimmt der Stadtpräsident.

Ein Blick in den Innenhof der Reitschule. Der Gemeinderat hat eine Studie durchführen lassen, um Empfehlungen zum Umgang mit der Reitschule zu bekommen.
Ein Blick in den Innenhof der Reitschule. Der Gemeinderat hat eine Studie durchführen lassen, um Empfehlungen zum Umgang mit der Reitschule zu bekommen.
Claudia Salzmann
«Es gibt keine Alternative zum runden Tisch», sagt Soziologe Ueli Mäder
«Es gibt keine Alternative zum runden Tisch», sagt Soziologe Ueli Mäder
Keystone
Der Stadt und der Reitschule sei es bisher gelungen, einen Mittelweg zwischen Kulturbetrieb und autonomer Basisdemokratie zu gehen, heisst es weiter in der Studie.
Der Stadt und der Reitschule sei es bisher gelungen, einen Mittelweg zwischen Kulturbetrieb und autonomer Basisdemokratie zu gehen, heisst es weiter in der Studie.
Claudia Salzmann
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Mit der Übernahme des Reitschul-Dossiers sorgt der Stadtpräsident Alexander Tschäppät dafür, dass Sicherheitsdirektor Reto Nause sein Geschütz gegen die Reitschule wegräumen muss.

Tschäppäts klare Haltung zum Kultur- und Politzentrum ist für die Reitschule und ihre Sympathisanten unbezahlbar. Egal, wie viel Prügel er sich einhandelt: Mal für Mal stellt er sich vor die Institution, streicht deren Verdienste hervor, plädiert dafür, ihre Strukturen zu respektieren, und kritisiert lieber die Polizei: Sie solle den Gewalttätern endlich mal den Rückzug in die Reitschule verwehren.

Die Reitschule hat knapp zwei Jahre Zeit, die Chance zu nutzen, die sich ihr durch Tschäppäts Dossierübernahme bietet. Mit dessen Rücktritt wird sie ihren gewichtigsten Fürsprecher verlieren. Es ist heute kaum vorstellbar, dass danach im Gemeinderat jemand gleich resolut für die Reitschule einstehen wird.

Vor Abstimmungen, die ihre Existenz bedrohten, hat die Reitschule mehrfach bewiesen, dass sie um ihr Haus für Ruhe sorgen kann. Dies auch in abstimmungslosen Zeiten konsequent zu versuchen, ist sie der Stadt schuldig.

Wenn dieser Wille nicht erkennbar ist und stattdessen zynische Mitteilungen verschickt werden, müssen Sanktionen möglich sein. Mit guten Gesprächen ist es nicht getan – die Massnahmen, die Tschäppät gestern ankündigt hat, gehören rasch auf den Tisch.

Mail: christoph.haemmann@bernerzeitung.ch

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