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Quartieroase verlangt Geld

Die Betreiber der Quartieroase im Viererfeld warnen die Stadtbehörden: Sie möchten Geld für ein Holzhaus, das als Treffpunkt dienen soll. Sonst geben sie auf.

In den letzten zwei Jahren hat die Quartieroase auf dem Mittelfeld als Treffpunkt funktioniert.
In den letzten zwei Jahren hat die Quartieroase auf dem Mittelfeld als Treffpunkt funktioniert.
Beat Mathys

«Ohne Engagement der Stadt ­­geben wir auf»: Diese Warnung des Vereins Quartieroase hat gewirkt. Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) hat sich mit den Betreibern des roten Wagens auf dem Viererfeld getroffen.

Ob der Verein tatsächlich sein Vorhaben verwirklichen kann, ist indes nicht sicher. Die Quartieroase will nämlich möglichst schon diesen Sommer ein Holzhaus als Treffpunkt auf dem Viererfeld bauen. Es würde die nächsten vier Jahre eine halbe Million Franken kosten.

«Merci – damit hat es sich»

Die Stadt soll 150'000 Franken an den Bau und weitere 24'000 Franken pro Jahr an die Betriebskosten des Treffpunkts beitragen, so die Vorstellungen des Vereins. Dessen Mitglieder betreiben seit anderthalb Jahren die provisorisch in einem gemieteten Zivilschutzanhänger untergebrachte Quartieroase auf dem Mittelfeld und sollen nun aufs Viererfeld zügeln.

Der Zweck der Quartieroase: Die Anwohner sollen sich den neuen Park, der neben der geplanten Viererfeld-Überbauung entsteht, so «aneignen» können, wie sie sich das vorstellen. Die Betreiber der Quartieroase sind bereit, weiterhin freiwillige Arbeit zu leisten, wollen jedoch nicht auch noch eigenes Geld in ihr Projekt stecken. «Die Stadt sagt uns zwar immer wieder Merci für unsere Arbeit – doch damit hat es sich», klagt der Vereinsvorstand.

Wie weit Ursula Wyss und der übrige Gemeinderat auf die Forderungen der Quartieroase-Mitglieder eingehen wollen, ist noch unklar: Es sei ihr wichtig, dass sich die Quartieroase für «eine lebendige Quartierentwicklung» einsetze, sagt Ursula Wyss auf Anfrage.

Sie versichert auch, dass sie «ihre Ansprüche nachvollziehen» könne. Ob der Verein das Geld für Bau und Betrieb des Treffpunkts bekommen wird, sagt sie aber nicht. «Wir klären nun gemeinsam die offenen Fragen und sind zuversichtlich, dass wir eine gewinnbringende Lösung finden werden.»

Ein Wagen als Magnet

Der Treffpunkt der Quartieroase im provisorischen Anhänger existiert seit 2017. Während der jeweils drei Betriebsmonate trafen sich dort pro Saison 2000 Personen. Der rote Wagen wirke wie ein Magnet und ziehe ganz unterschiedliche Menschen an, erzählen die Vereinsmitglieder. Familien vom Spielplatz träfen auf ältere Bewohner des Burgerspittels und auf Menschen aus dem nahen Zaffaraya.

Ein Holzhaus will der Verein bauen, weil die Stadt entschieden hat, dass Teile des künftigen Parks im Vierer- und im Mittelfeld ab diesem Frühling für Zwischennutzungen geöffnet werden.

«Unser Ziel ist es, das ganze Jahr über vor Ort präsent zu sein.» Im und ums Haus will der Verein die Besucher für alles Mögliche zusammenbringen, «egal, ob Yoga, Fotokurs oder Spielnachmittag». Die Quartieroase soll aber kein Restaurant und auch kein Quartiertreff mit Sozialarbeit werden, wie sie betonen.

Bis Ende März will der Verein ein Baugesuch einreichen. Wenn es keine Einsprachen gibt, könnte er im Sommer mit Bauen beginnen. Im besten Fall könnte die Quartieroase dann im Spätherbst ihren Treffpunkt einweihen.

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