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Stadt will Public Viewing auf der Grossen Schanze prüfen

Die Motion, welche Public Viewing für die Fussball-EM bei der Kleinen Schanze fordert, wird vom Gemeinderat abgelehnt. Allerdings schlägt er einen weiteren Ort vor.

Während der Fussball-EM wird es auf der Grossen Schanze in Bern ein Public Viewing geben – allerdings im Rahmen des «Summer Beach».
Während der Fussball-EM wird es auf der Grossen Schanze in Bern ein Public Viewing geben – allerdings im Rahmen des «Summer Beach».
Susanne Keller
Philip Kohli setzte sich im Stadtrat dafür ein, dass es in der Berner Innenstadt während der EM 2016 ein grosses Public Viewing ohne Konsumzwang gibt.
Philip Kohli setzte sich im Stadtrat dafür ein, dass es in der Berner Innenstadt während der EM 2016 ein grosses Public Viewing ohne Konsumzwang gibt.
zvg/Facebook Philip Kohli
Der Bahnhofplatz sei wegen der grossen Menschenmengen und des Verkehrs ungeeignet für ein Public Viewing, heisst es bei der Gewerbepolizei.
Der Bahnhofplatz sei wegen der grossen Menschenmengen und des Verkehrs ungeeignet für ein Public Viewing, heisst es bei der Gewerbepolizei.
zvg/Tobi Schmid
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Am Montag hat der Berner Gemeinderat eine Motion, die von mehreren Parteien eingereicht wurde, beantwortet. Darin wurde ein Public Viewing für die Fussball-Europameisterschaft, die im Juni stattfinden wird, in der Berner Innenstadt gefordert.

Die geeigneten Plätze sind jedoch bereits besetzt: Der Waisenhausplatz wird mit dem Theater-Kubus überbauen sein und die Baustelle bei der Schweizerischen Nationalbank wird noch nicht abgeschlossen sein.

Grosse Schanze ideal

Das Polizeiinspektorat habe, wie es in der Antwort heisst, gemeinsam mit den Veranstaltenden nach alternativen Orten gesucht. Und wurde bei der Grossen Schanze als idealer Standort fündig, wie es weiter heisst.

Dieser ist Eigentum des Kantons Bern und derzeit würden Gespräche laufen. Der Gemeinderat hält die Grosse Schanze als «sehr geeigneten Ort», auch weil das Orange Cinema dort nicht mehr durchgeführt werden wird.

Pflicht zur Mehrweggeschirr

Die Vorstösserinnen und Vorstösser aus den Reihen der Fraktionen BDP/CVP, SP , GLP und SP verlangten ausserdem, dass vor Ort kein Konsumzwang bestehe, aber dennoch Verpflegungsmöglichkeiten angeboten würden. Diese Idee hält die Stadtregierung für prüfenswert, dies unter Beachtung der Pflicht zu Mehrweggeschirr.

Neue gesetzliche Grundlagen, damit das Public Viewing von privaten Sponsoren getragen werden kann, braucht es nach Angaben der Stadtregierung keine.

Am Donnerstag im Stadtrat

Sie empfiehlt den Vorstössern, ihre Forderungen in der unverbindlicheren Form eines Postulates zu stellen. Ein solches würde die Stadtregierung akzeptieren. Eine verbindliche Motion ginge ihr hingegen zu weit. Am Donnerstag wird im Stadtrat darüber diskutiert.

Der BDP-Stadtrat Philip Kohli, einer der Motionäre, nimmt auf Anfrage Stellung: «Der Gemeinderat hat wohl nicht Lust auf ein Public Viewing, was schade ist.» Er werde sich mit den Mitunterzeichnern in Verbindung setzen und das strategisch beste Vorgehen am Donnerstag besprechen. «Zufrieden können wir erst sein, wenn der erste Match im Zentrum der Stadt Bern über die Leinwand geht», sagt Kohli entschlossen.

SDA/cla

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