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Protokoll eines nebulösen Todesfalls

Am 2. Oktober 2013 starb im Altersheim Lindenegg in Oberlindach ein hochbetagter Mann. Sein Hausarzt bescheinigte einen natürlichen Tod. Und brachte sich damit ins Visier der Staatsanwaltschaft.

Nach einem aussergewöhnlichen Todesfall im Oktober 2013 hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen im Heim Lindenegg aufgenommen. Der behandelnde Arzt wurde nun freigesprochen.
Nach einem aussergewöhnlichen Todesfall im Oktober 2013 hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen im Heim Lindenegg aufgenommen. Der behandelnde Arzt wurde nun freigesprochen.
Urs Baumann

Es war etwa 6.30 Uhr, als Dr. E.* im Lindenegg ankam. Noch vor seiner ersten Sprechstunde besuchte der Arzt an diesem 2. Oktober 2013 das kleine Wohn- und Pflegeheim in Oberlindach, Gemeinde Kirchlindach. In der Nacht zuvor hatte ihn eine Pflegerin angerufen, so um 2 Uhr. Ein Patient von E. war gestorben. Seit 20 Jahren ist E. als Hausarzt tätig. Er führt eine Praxis im Raum Bern. E. bestätigte den Tod des Mannes. Auf dem Totenschein setzte er ein Kreuz neben den Worten «natürlicher Todesfall».

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