Feiern auf Berns Dachterrassen

Länggasse

Am Samstag luden zehn Dachterrassen zum geselligen Feiern ein. langenthalertagblatt.ch/Newsnetz besuchte eine private Wohngemeinschaft im Berner Länggasse-Quartier.

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Zum zweiten Mal fand in Bern am vergangenen Samstagabend der «Rooftop Day» statt. Zehn unterschiedliche Dachterrassen luden zum Verweilen und geselligen Feiern ein. Zum Event hatte die Online-Plattform Ron Orp aufgerufen.

10 Veranstalter folgten dem Aufruf – zwei weniger als noch im vergangenen Jahr. Doch das Programm des «Rooftop Day» war auch in diesem Jahr vielfältig.

Neben grossen Veranstaltern wie dem Hotel Schweizerhof oder dem Kleider- und Accessoire-Laden Fizzen luden auch heuer wieder mehrere private Dachterrassenbesitzer zum Feiern und Verweilen ein. Einer dieser Standorte war in diesem Jahr der Fischerweg 11 in der Berner Länggasse.

Zu Gast in einer Studenten-WG

Organisiert hatten diese Dachterrassenparty zwei Studierende. Es sei nicht das erste Mal, dass sie am «Rooftop Day» teilnehmen. «Wir lernen gerne neue Leute kennen», erklärt einer die Motivation der beiden WG-Kollegen.

Sie seien gerne Gastgeber und liebten es, bei sich zu Hause Partys zu schmeissen. Die beiden 25-Jährigen veranstalteten auch sonst übers Jahr verteilt zwei bis drei Events. Der Dachterrassentag passt ihnen also bestens ins Konzept.

Den Gästen schien es ebenso zu gefallen. Für die Verpflegung war gesorgt. Neben einem Grill mit Fleisch wurden auch Salate aufgetischt und ein Vorrat an Bier und anderen Getränken stand bereit für die durstigen Besucher. Die Kollekte sammelten sich in einem Sparschwein.

Angst davor, Verlust zu schreiben, haben die Organisatoren indes keine. Wenn sie der Event nun einige hundert Franken kosten sollte, würden sie dies verkraften können, so der zweite: «Schliesslich bereitete es vielen eine Freude und das ist die Hauptsache.»

Hoher Besucherandrang

Von der Dachterrasse aus bot sich ein Panoramablick auf ganz Bern. Bis man allerdings zur Aussicht gelangen konnte, musste man sich durch die vielen Besucher drängeln. Bis in den Gang standen die Leute, um sich einen Blick auf Bern zu erhaschen. Über 50 Personen hatten sich an jedem Abend in die Länggasse verloren.

Der grosse Besucherandrang deckt sich auch mit der Erfahrungen, die die beiden Veranstalter auf Facebook gemacht hatten: Bei einer Veranstaltung auf dem sozialen Netzwerk, die sie aufgesetzt hatten, meldeten sich 1000 Personen an – zu viele für die enge Terrasse. «Wir mussten die Veranstaltung kurzerhand wieder löschen», erklären sie.

Als vor drei Jahren eine erste Party in der Blockwohnung stattfand, war plötzlich auch die Polizei an der Veranstaltung mit dabei. Bei ihr war eine Lärmklage eingegangen. Aus dieser Erfahrung habe man mittlerweile seine Lehren gezogen: «Wir halten die Leute dazu an, ruhig zu sein.» Zudem seien die Nachbarn im Vorfeld über die Party informiert worden.

Neues Projekt

Die Stimmung war am Samstagabend sehr heiter. Viele glückliche Gesichter teilten die gute Sommerabendstimmung auf der Dachterrasse. Auch im nächsten Jahr soll es wieder zu einem solchen Sommerfest im Kleinformat kommen, ist einer der beiden überzeugt. Bis dahin wollen sie sich auch noch Gedanken machen, wie sie die vielen Leute unter einen Hut bekommen können.

Derzeit planen sie an einer Beach-Party, die sie noch diesen Sommer ebenfalls in ihrer WG veranstalten möchten. Auch dort wollen sie grossen Wert auf Gemütlichkeit legen. Wann die Beach-Party stattfinden wird, werden die WG-Kollegen bald über ihre Facebook-Seite bekanntgeben.

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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