Polizei setzt Wasserwerfer und Gummischrot bei Velo-Demo ein

Bern

Zwei Dutzend Leute demonstrierten am Dienstag auf dem Velo gegen den Einmarsch der türkischen Armee in Syrien. Die Polizei musste eingreifen.

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In Bern hat am Dienstag gegen Abend eine unbewilligte Demonstration stattgefunden. Die zirka 24 Teilnehmenden versuchten, eine Absperrung am Lombachweg zu passieren. Dort befindet sich die türkische Botschaft. Die Polizei setzte Gummischrot und Wasserwerfer ein.

Die Demonstranten hätten sich nach Aufrufen auf «einschlägigen Portalen» um 17 Uhr mit Velos beim Helvetiaplatz versammelt und zu einem Umzug formiert, wie die Kantonspolizei Bern am Dienstagabend mitteilte.

Diese habe vorgängig versucht, mit den Teilnehmenden Kontakt aufzunehmen. Allerdings habe sich niemand verantwortlich gezeigt und es sei nicht möglich gewesen, die Route oder die Absichten in Erfahrung zu bringen. Die Einsatzkräfte seien daher auch im Botschaftsquartier präsent gewesen. Dies wegen der Ausschreitungen und Sachbeschädigungen von vor zwei Wochen, welche im Rahmen einer bewilligten Demonstration erfolgt waren.

Der Umzug bewegte sich gemäss Mitteilung via Burgernziel und Muristrasse in Richtung der Diplomatischen Vertretungen in der Elfenau. Bei der Verzweigung Brunnadernstrasse/Lombachweg haben die Demonstranten gemäss Mitteilung eine Polizeiabsperrung missachtet und versucht, in Richtung der Absperrung auf den Lombachweg einzudringen. Die Einsatzkräfte setzten «nach vorgängiger Absprache» kurzzeitig Gummischrott und Wasserwerfer ein. Von Verletzten hat die Kantonspolizei keine Kenntnis.

Die Teilnehmenden bewegten anschliessend sich via Thunplatz in Richtung Innenstadt weiter, wobei es zu Verkehrsbehinderungen kam. Via Bahnhofplatz zog der Umzug in Richtung Bollwerk und löste sich schliesslich gegen 19 Uhr im Bereich der Schützenmatte auf. Zu Sachbeschädigungen kam es gemäss Polizeiangaben nicht.

raw/sda

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