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Polizei räumt Protestlager in Wabern

Rund 20 iranische Flüchtlinge hatten seit Mittwoch vor dem Bundesamt für Migration in Wabern gegen Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat demonstriert. Nun hat die Polizei den Hungerstreik beendet.

Rund 20 Flüchtlinge waren vor dem Bundesamt für Migration in einen Hungerstreik getreten.
Rund 20 Flüchtlinge waren vor dem Bundesamt für Migration in einen Hungerstreik getreten.
zvg

Vor dem Bundesamt für Migration in Wabern demonstrierten seit Mittwochmorgen rund 20 iranische Flüchtlinge mit einem Hungerstreik gegen Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat. Die iranischen Flüchtlinge hatten unter anderem gefordert, dass die Schweiz politisch anerkennt, dass im Iran Menschenrechte systematisch verletzt werden. Die Schweiz solle sich aktiv gegen diese Menschenrechtsverletzungen engagieren.

Am Donnerstagabend setzten der Grundbesitzer Bernmobil, das Bundesamt für Migration und die Gemeinde Köniz schliesslich eine Frist, wonach die Demonstranten das Gelände bis Mitternacht zu verlassen hatten. Die Iraner entschieden sich, ihren Protest fortzusetzen. Gestützt auf eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch und einem Räumungsantrag wurde das Gelände schliesslich am Freitag kurz nach 5 Uhr durch die Polizei geräumt.

Reklamationen aus der Nachbarschaft

Wie die Kantonspolizei Bern in einer Mitteilung schreibt, befanden sich zum Zeitpunkt der Räumung 15 Personen – darunter neun Männer, fünf Frauen sowie ein 10-jähriger Knabe – vor Ort. Sie wurden zur Kontrolle auf eine Wache gebracht. Gleiches gilt auch für einen Mann, der während dem Polizeieinsatz zum Gelände kam und angab, mit der Demonstration in Verbindung zu stehen. Der Einsatz verlief gemäss der Polizei ruhig und ohne Zwischenfälle.

Der Könizer Sicherheitsdirektor Urs Wilk erwähnt auf Anfrage mehrere Aspekte, die zum Räumungsentscheid geführt hatten. Es seien Reklamationen von Anwohnern eingegangen. Vor allem der Rauch vom Lagerfeuer der Protestierenden habe für Ärger gesorgt. «Wir haben die Campierenden am Donnerstag eindringlich gebeten, das Lager freiwillig zu räumen. Zumal das Bundesamt für Migration die Forderungen in dieser Form nicht erfüllen kann.» Beim Entscheid das Lager zu räumen, habe zudem die Sicherheit der Protestierenden eine Rolle gespielt, so Wilk weiter. Ein Hungerstreik bei dieser Kälte sei gefährlich.

Syrer protestierten im Herbst

Im vergangenen Herbst hatten vor dem Bundesamt für Migration in Wabern syrische Flüchtlinge ein Protestcamp eingerichtet. Auch damals waren verschiedene Aktivisten in einen Hungerstreik getreten. Schliesslich beendeten die Syrer das Camp nach fast zwei Wochen und zogen friedlich ab.

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