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Pfarrer von Wabern per sofort freigestellt

Um die Situation zu beruhigen, wird Pfarrer Marian Miklaszewski in Wabern mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres vom Amt suspendiert.

Der Entscheid wurde von Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor Christoph Neuhaus gefällt.
Der Entscheid wurde von Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor Christoph Neuhaus gefällt.
Andreas Blatter

Dies hat gemäss Mitteilung vom Mittwoch die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK) angeordnet. Die JGK folgt damit dem Antrag des Kirchgemeinderates der römisch- katholischen Kirchgemeinde St. Michael in Wabern vom 18. April 2011. Die JGK begründet ihren Entscheid damit, dass genügend Hinweise für eine nachhaltige Störung des Vertrauensverhältnisses zwischen Kirchgemeinderat und Pfarrer Miklaszewski bestünden.

Entscheid im Interesse der Beteiligten

Im Interesse des Pfarrers und auch der Mitarbeitenden sei die weitere Tätigkeit des Pfarrers mit sofortiger Wirkung einzustellen. Zudem bestehe ein öffentliches Interesse daran, dass die Kirchgemeinde Wabern und deren Organe ihre Aufgaben möglichst ungehindert und ohne zusätzliche Erschwernisse erledigen könnten.

Mit der Deponierung des Abberufungsgesuchs habe sich das Klima zwischen den Parteien verschärft. Überdies würden die Probleme je länger je mehr auch in der Öffentlichkeit diskutiert, was einem geordneten Betrieb nicht förderlich sei.

Zur Beruhigung der Situation

Schliesslich könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass die mit der Instruktion des Abberufungsverfahrens befasste Behörde Anstrengungen zu einer gütlichen Beilegung des Konflikts unternehmen oder zur Diskussion stellen werde. Auch unter diesem Gesichtspunkt sei eine Beruhigung der Situation nötig.

Gegenüber diesen öffentlichen Interessen hätten die privaten Interessen von Pfarrer Miklaszewski an der Erfüllung seiner Arbeit während des laufenden Abberufungsverfahrens zurückzustehen. Eine Lohneinbusse sei mit der vorläufigen Einstellung im Amt nicht verbunden.

Die Einstellung im Amt gilt bis auf weiteres. Sie kann von der JGK jederzeit aufgehoben oder geändert werden, falls sich im Verlaufe des Abberufungsverfahrens eine wesentliche Änderung der Verhältnisse ergeben sollte. Gegen die Verfügung der JGK kann Beschwerde beim Verwaltungsgericht geführt werden, wie der Kanton Bern in seiner Mitteilung schreibt.

SDA/jzu

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