Noch lange kein Halbstundentakt

Tägertschi

Seit vier Jahren hält der Zug in Tägertschi nur noch jede Stunde. Nun müssen sich die Einwohner wohl noch weitere drei Jahre gedulden.

«Die S2 wird voraussichtlich ab Dezember 2022 in Tägertschi wieder halbstündlich verkehren», BLS-Sprecher Stefan Dauner.

«Die S2 wird voraussichtlich ab Dezember 2022 in Tägertschi wieder halbstündlich verkehren», BLS-Sprecher Stefan Dauner.

(Bild: Beat Mathys)

Johannes Reichen

Eine Gruppe von Einwohnern sammelt in Tägertschi Unterschriften. «Wir müssen feststellen, dass auch nach vier Jahren der Halbstundentakt nicht wieder eingeführt werden soll», heisst es im Brief, der an das kantonale Amt für öffentlichen Verkehr adressiert ist. Dort können noch bis Sonntag Stellungnahmen zum neuen Fahrplanentwurf deponiert werden.

Im Dezember 2015 strich die BLS einen Teil der Zugverbindungen in Tägertschi, das heute zur Gemeinde Münsingen gehört. Mit Ausnahme des Morgens hält der Zug nur noch jede Stunde. Als Grund gab die BLS die Bauarbeiten im Berner Wylerfeld sowie am Bahnhof Konolfingen an. Durch den Wegfall des Halts könne verlorene Zeit wieder aufgeholt werden.

Bauarbeiten erst 2022 abgeschlossen

Thomas Gfeller startete damals eine Petition – doch auch 200 Unterschriften konnten nichts ändern. Eine BLS-Sprecherin erklärte, dass nach dem Ende der Arbeiten wieder Halbstundentakt gelten werde. Darauf setzte Gfeller. «Damals war von vier Jahren die Rede, und aus unserer Sicht sind die Bauarbeiten nun abgeschlossen», sagt er. Zumindest an den Bahnhöfen Konolfingen und Wankdorf.

Dieser Meinung ist auch Peter Steck, der für die Unterschriftensammlung verantwortlich ist. «Wir rechneten mit wenigen Jahren, aber sicher nicht mit sieben.» Denn so lange müssen sich die Einwohner wohl gedulden: Die Bauarbeiten im Wylerfeld seien noch im Gang, sagt BLS-Sprecher Stefan Dauner. «Die S2 wird voraussichtlich ab Dezember 2022 in Tägertschi wieder halbstündlich verkehren.»

Für Gfeller ist das eine Ausrede: «Dass die Arbeiten im Wylerfeld bis 2022 dauern, war schon vor vier Jahren klar.»

Berner Zeitung

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