Neuer Anlauf für den Kunstrasen

Worb

Die Fussballclubs lancieren eine Volksinitiative für einen Kunstrasen im Worb­boden. Unterstützung kommt auch von der SP, die 2010 noch gegen den Allwetterplatz war.

Die Fussballclubs wollen im Worbboden einen Kunstrasen. Darum lancieren sie jetzt eine Volksinitiative (Symbolbild).

Die Fussballclubs wollen im Worbboden einen Kunstrasen. Darum lancieren sie jetzt eine Volksinitiative (Symbolbild).

(Bild: Urs Baumann)

Beim Sportclub Worb und den Femina Kickers Worb spielen mehr als 500 Kinder und Erwachsene Fussball. Allerdings haben die Klubs seit geraumer Zeit ein Problem: Ihnen fehlt es an Trainingsmöglichkeiten. Deshalb müssen sie ­jedes Jahr beitrittswillige Kinder abweisen.

Um das Problem zu lösen, soll das Hauptfeld im Worbboden mit einem Kunstrasen versehen werden. Dieser ist bei jedem Wetter benutzbar. 2010 gab es bereits einmal einen Anlauf: Das Gemeindeparlament sagte Ja zum 1,66-Millionen-Kredit, doch Grüne und EDU ergriffen das Referendum. Bei der Urnenabstimmung entschied sich das Volk knapp gegen den Kunstrasen.

1,9 Millionen Franken

Nun nehmen SC Worb und Femina Kickers einen neuen Anlauf und lancieren eine Volksinitiative «für einen allwettertauglichen Sportplatz». Das Komitee wird angeführt von Roland Graf, Vizepräsident und Juniorentrainer beim SC Worb sowie FDP-Gemeindeparlamentarier. Zu seinen Mitstreitern zählt auch der ehemalige YB-Verteidiger Martin Weber.

Die Unterschriftensammlung soll am 1. Mai beginnen. Danach bleiben sechs Monate Zeit, um 600 Unterschriften zu sammeln. Roland Graf hofft, dass es rascher geht und das Parlament bereits im Herbst über den Kredit abstimmt. «Im besten Fall wird der Kunstrasen im Sommer 2019 eingebaut», sagt Graf.

Kosten würde der Kunstrasen samt neuer Lichtanlage 1,9 Millionen Franken. Obschon es ­unüblich sei, seien SC Worb und Femina Kickers bereit, 120 000 Franken beizutragen, erklärt Roland Graf. Dazu würden die Klubs das Spielfeld selbst reinigen und einen jährlichen Nutzungsbeitrag von 8000 Franken zahlen.

«Offene Türen eingerannt»

Zwei Worber Parteien haben bereits ihre Unterstützung zugesichert: die BDP und die SP. Bemerkenswert ist vor allem die SP: Sie sprach sich 2010 noch gegen den Kunstrasen aus. Unterdessen sei man aber zur Erkenntnis gelangt, dass Kunstrasen ökologisch und wirtschaftlich nicht schlechter sei als Naturrasen, sagt SP-Präsidentin Sandra Büchel.

«Die Initiative rennt im Prinzip offene Türen ein», sagt Gemeindepräsident Niklaus Gfeller (EVP). Der Kunstrasen im Worbboden sei ein Legislaturziel des Gemeinderats. Nachdem das Parlament im Oktober den Finanzplan zurückgewiesen hatte, entschied der Gemeinderat aber, das Kunstrasenprojekt für ein Jahr zu sistieren.

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