Zum Hauptinhalt springen

Nati-Spiele in Bern in Gefahr

Bern wolle den Cupfinal nicht mehr, sagte Reto Nause nach den Ausschreitungen beim Cupfinal. Doch dann könnten auch die Länderspiele wegfallen.

Solche Bilder machen die Schweiz wütend: Krawallmacher vor dem Cupfinal am Ostermontag in Bern.
Solche Bilder machen die Schweiz wütend: Krawallmacher vor dem Cupfinal am Ostermontag in Bern.
Tobias Anliker
Polizei und Feuerwehr sichern die beschädigten Vitrinen provisorisch mit Brettern oder wie hier bei Stalder-Mode am Casino-Platz mit Karton. (21. April 2014)
Polizei und Feuerwehr sichern die beschädigten Vitrinen provisorisch mit Brettern oder wie hier bei Stalder-Mode am Casino-Platz mit Karton. (21. April 2014)
Jürg Spori
Die ersten FCZ-Fans verlassen den Bahnhof bei der Welle. Es werden Knallkörper gezündet. (21. April 2014)
Die ersten FCZ-Fans verlassen den Bahnhof bei der Welle. Es werden Knallkörper gezündet. (21. April 2014)
Jürg Spori
1 / 43

Rosinenpicken geht auch im Profifussball nicht. Dies lässt der Schweizerische Fussballverband SFV durchblicken. Stadtpräsident Alexander Tschäppät und Sicherheitsdirektor Reto Nause hatten nach den Ausschreitungen beim Cupfinal am Ostermontag deutlich gemacht, dass der Cupfinal unter diesen Umständen nicht mehr in Bern stattfinden werde. Jetzt berichtet das «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis», dass der SFV darüber nachdenke, bei einer Absage für den Cupfinal auch die Länderspiele nicht mehr in Bern zu veranstalten.

«Eine Stadt kann nicht nur die attraktiven Spiele wollen und Risikospiele an andere Städte abschieben», sagte SFV-Sprecherin Jezael Fritsche gegenüber Radio SRF. Der SFV wolle sowohl Risikopartien als auch problemlose Spiele fair auf die Städte verteilen.

«Grenzt an Erpressung»

Der Stadtberner FDP-Präsident Philippe Müller kommentierte diese Ansage an einer Parteiveranstaltung vom Montag mit den Worten: «Das grenzt schon fast an Erpressung.»

Die Stadt Bern wollte die Aussagen offenbar nicht kommentieren. Eine Aussprache zwischen dem Fussballverband und den Verantwortlichen der Stadt Bern steht noch aus. Danach werde die Stadt über das weitere Vorgehen informieren.

Die Fanumzüge durch die Berner Innenstadt wurden erst nach langen Verhandlungen mit der Stadt Bern bewilligt. Vor dem Spiel kam es in der Innenstadt dennoch zu wüsten Ausschreitungen. Es entstand ein Sachschaden von etwa 40'000 Franken.

BZ/mst

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch