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Muri erhöht Steuern

Die Steuerzahler der Berner Vorortsgemeinde Muri müssen nächstes Jahr tiefer in die Tasche greifen. Am Sonntag haben die Stimmberechtigten an der Urne dem Voranschlag zugestimmt, der eine Erhöhung der Steueranlage von 1,07 auf 1,20 vorsieht.

In Muri wird die Steueranlage von 1,07 auf 1,20 erhöht. Die Steuerzahler müssen demnach künftig tiefer in die Tasche greifen.
In Muri wird die Steueranlage von 1,07 auf 1,20 erhöht. Die Steuerzahler müssen demnach künftig tiefer in die Tasche greifen.
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Ja zum Voranschlag sagten 1908 Stimmberechtigte, während 1649 dagegen waren. Das geht aus den Ergebnissen hervor, die auf der Internetseite der Gemeinde aufgeschaltet worden sind.Die Stimmbeteiligung betrug demnach 38,94 Prozent.

Die Anlageerhöhung hat für die Steuerzahlenden zur Folge, dass diese 12 Prozent mehr auf den Gemeindesteueranteil bezahlen. Dadurch steigt die Steuerrechnung für Kanton und Gemeinde im Schnitt um rund 3 Prozent.

Trotz der höheren Steueranlage droht dem «Steuerparadies» Muri ein grosses Defizit.Der Aufwandüberschuss beläuft sich gemäss dem Voranschlag 2014 auf knapp eine Million Franken. Ohne Steuererhöhung hätte aber sogar ein Defizit von 2,5 Millionen Franken resultiert, wie die Gemeinde in der entsprechenden Botschaft festhielt.

Ein Ertragsproblem

Demnach hat Muri primär ein Ertragsproblem. Ursache seien unter anderem die Steuergesetzrevision 2011. Zudem seien grosse Vermögen aus der Gemeinde abgeflossen. Problematisch sei überdies die Vielzahl von steuerlich abzugsfähigen Liegenschaftssanierungen, schreibt die Gemeinde.

Ausgabenseitig fielen laut Gemeinderat besonders die massiven Kostensteigerungen im kantonalen Lastenausgleich ins Gewicht. Auch mehrere finanzrelevante Entscheide des Bundes und des Kantons machten den haushälterischen Umgang Muris mit dem Steuergeld zunichte, klagt die Exekutive.

(SDA)

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