Migros-Tochter plant 60 neue Stellen

Bolligen

Die Iba AG ist die grösste Arbeitgeberin in der Gemeinde Bolligen. Nun will die Büromaterialfirma ausbauen und weitere Arbeitsplätze schaffen.

Das Lager der Iba AG soll grösser werden, die Zahl der Mitarbeitenden von aktuell 190 auf etwa 250 steigen.

Das Lager der Iba AG soll grösser werden, die Zahl der Mitarbeitenden von aktuell 190 auf etwa 250 steigen.

(Bild: Urs Baumann)

Es sind gute Neuigkeiten für eine Gemeinde, die vor anderthalb Monaten von einer schlechten Nachricht heimgesucht wurde. Coca-Cola kündigte damals an, das Abfüllwerk in Bolligen auf Ende Jahr zu schliessen. Damit verlieren auf einen Schlag 90 Leute ihre Stelle – und die Gemeinde verliert ihre zweitgrösste Arbeitgeberin.

Mit rund 190 Mitarbeitenden die grösste Bolliger Firma ist die Iba AG. Das Tochterunternehmen der Migros beliefert von hier aus rund 135'000 Geschäftskunden mit Büroartikeln. Das Sortiment umfasst 7000 sofort verfügbare Artikel – Klassiker wie Kugelschreiber und Couverts, aber auch alles andere, was Büroangestellte benötigen, von Kaffeekapseln über Fertigsuppen bis zum Toilettenpapier.

Das Unternehmen erzielte letztes Jahr einen Umsatz von rund 84 Millionen Franken. Tendenz steigend. «Wir haben ambitionierte Wachstumspläne», erklärt Geschäftsführerin Christa Furter.

Doppelt so viel Platz

Konkret will die Iba AG in den kommenden Jahren insgesamt 18,5 Millionen Franken in einen Ausbau investieren. In einer ersten Etappe sollen auf der Ostseite zwei zusätzliche Andockrampen entstehen. Um Fläche zu gewinnen, wird das benachbarte Werkhofgebäude abgerissen. Dort werden künftig die Mitarbeiterparkplätze eingerichtet.

Die erste Etappe soll laut Christa Furter bereits diesen Frühsommer beginnen. Nächstes oder übernächstes Jahr folgt dann die zweite Etappe: Auf der Westseite, dem heutigen Mitarbeiterparkplatz, entstehen neue Lagerhallen und Büroräume. Auf diese Weise kann die Iba AG die Bruttogeschossfläche von 8500 auf 14'500 Quadratmeter vergrössern. Die Baubewilligung dürfte bald eintreffen; gegen das Baugesuch sind keine Einsprachen eingegangen.

Vor 76 Jahren gegründet

Das Ziel sei, die Mitarbeiterzahl in Bolligen in den nächsten 10 Jahren von 190 auf etwa 250 zu erhöhen, sagt Christa Furter. «Wir sind auch offen für Akquisitionen von weiteren Firmen.» Überhaupt ist die Firmengeschichte geprägt von einem kontinuierlichen Wachstum: «Iba» steht für Ilo Basci, der 1939 in Bern eine kleine Einzelfirma gründete. Als Lager diente damals eine Garage. Schon bald und später immer wieder wurden Erweiterungen nötig, ehe vor gut 20 Jahren aus Platzgründen der Umzug nach Bolligen folgte.

Vor 5 Jahren verkauften die beiden Söhne von Ilo Basci die Firma an die Migros-Gruppe. Kurz darauf übernahm die damalige Marketingchefin Christa Furter die Unternehmensleitung. Heute ist die Iba AG hinter der französischen Lyreco die zweitgrösste in der Schweiz tätige Bürobedarfsanbieterin für Firmenkunden.

Berner Zeitung

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