Zum Hauptinhalt springen

Marktfahrer wollen sich wegen Demo nicht vertreiben lassen

Wegen der Antifa-Demo diesen Samstag soll der Markt auf dem Bärenplatz und dem Waisenhausplatz früher beendet werden. Die Marktfahrer wollen der Aufforderung durch die Stadt jedoch nicht nachkommen.

Erneute Antifa-Demo: Weil die Polizei von einem Sicherheitsrisiko ausgeht, sollen Marktfahrer früher Feierabend machen. Diese weigern sich.
Erneute Antifa-Demo: Weil die Polizei von einem Sicherheitsrisiko ausgeht, sollen Marktfahrer früher Feierabend machen. Diese weigern sich.
Keystone

Am Samstagnachmittag um 16 Uhr findet in Bern erneut eine antifaschistische Kundgebung statt. Besammlungsort ist beim Käfigturm. Zeitgleich findet dort jedoch ein Markt statt. Weil die Polizei von einem Sicherheitsrisiko ausgeht, fordert die Stadt Bern die Händlerinnen und Händler in einem Schreiben dazu auf, den Markt diesen Samstag bereits um 15.30 Uhr zu beenden.

Mit diesem Brief fordert das städtische Polizeiinspektorat die Marktfahrer zum früheren Beenden des Marktes auf. (Bild: zvg)
Mit diesem Brief fordert das städtische Polizeiinspektorat die Marktfahrer zum früheren Beenden des Marktes auf. (Bild: zvg)

Die Marktfahrer weigern sich allerdings, dieser Aufforderung nachzukommen. «Wir haben Ware eingekauft, die heute verkauft werden muss und können uns den Verlust von Verkaufszeiten nicht leisten», meint Michael Büchi, der einen Stand mit Mittelmeerspezialitäten betreibt. Normalerweise dauert der Warenmarkt auf dem Waisenhausplatz am Samstag bis um 17 Uhr und der Gemüse-, Früchte- und Blumenmarkt auf dem Bärenplatz bis um 16 Uhr.

Der Frust bei Büchi ist gross: «Wir erhalten keinen Monatslohn, müssen unser Geld auf dem Markt verdienen, auch um unsere Steuern zu zahlen. Deshalb bestehen wir auf unserem Recht, von der Polizei geschützt und nicht – zum wiederholten Mal – wegen einer Demonstration vertrieben zu werden!»

Man habe sich unter den Marktfahrern auf dem Bärenplatz und dem Waisenhausplatz darauf geeinigt, den Markt soweit möglich wie gewohnt durchzuführen. Die Händler wollen die Situation im Auge behalten: «Wir erwarten nicht, dass gross etwas passiert», gibt sich Büchi zuversichtlich. «Wir hoffen, dass es ruhig bleibt. Je nach Situation gehen wir dann aber halt trotzdem.»

Markt wird nicht geräumt

«Wir wollen niemanden vertreiben», stellt Christoph Gnägi, Sprecher der Kantonspolizei Bern, klar. «Wenn bei Beginn der Kundgebung noch Stände vor Ort sind, müssen wir diese Situation zur Kenntnis nehmen und damit arbeiten.» Aufgrund der Sicherheitseinschätzung im Vorfeld habe man sich entschieden, der Stadt nahezulegen, den Markt früher zu beenden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch