Loubegaffer: Der Traum vom Poloturnier im Wankdorfstadion

Bern

Der SVP-Politiker Stefan Locher liess sich vom Izzy-Magazin in die Irre führen. Was das mit Bern zu tun hat, wissen die Loubegaffer.

Stefan Locher ist in Bern kein Unbekannter.

Stefan Locher ist in Bern kein Unbekannter.

(Bild: Keystone)

Wie man in der BZ lesen konnte, verscherbelt Martin Inäbnit, Ex-Chef der in Konkurs gegangenen Berner Fluggesellschaft Skywork, deren allerletzte Habseligkeiten auf Ricardo.ch. Noch vorhanden sind die Social-Media-Kanäle von Skywork. Dort könnte der Eindruck entstehen, dass Skywork immer noch fliegt. Auf Instagram heisst es zum Beispiel: «Flights made in Switzerland – high quality and passion on the ground as well as in the air.»

Hohe Qualität und Leidenschaft am Boden und in der Luft? Nun ja, die Loubegaffer wurden bis heute nicht informiert, dass Skywork nicht mehr fliegt. Ihr Flug nach Ibiza vom letzten September wurde nämlich storniert. Dabei steht auf Twitter geschrieben, dass die Airline ab Bern 19 Ziele anfliegt. Und im letzten Tweet vom 11. Juni 2018 (!) wird die Ankunft von neuen Flugzeugen angekündigt. «Damit ist Skywork Airlines gerüstet für den Sommer!», heisst es da. Nun, Skywork ist in der Kommunikation schon oft von der Realität überholt worden… das gilt offenbar auch für die Kanäle auf Social Media, die trotz Konkurs noch nicht gelöscht wurden.

Die Kommunikation der Airline von Martin Inäbnit wurde von der Realität überholt. Bild: Raphael Moser.

Auweia, da ist Stefan Locher aber so was von in die Falle getappt. Ein «Comedian» des Ringier-Social-Magazins «Izzy» hat den Augenarzt und SVP-Kandidaten für den Zürcher Kantonsrat (eigener Slogan: «Dr. Stefan Locher, der Arzt, dem auch Linke und Grüne vertrauen») in die Irre geführt. Locher seinerseits liess sich durch den gefälschten Telefonanruf zu Wahlbetrug verleiten, indem er empfahl, mehrere Stimmrechtsausweise von der gleichen Person unterschreiben zu lassen.

Und was hat das Ganze mit Bern zu tun? Stefan Locher ist hier kein Unbekannter. Der gebürtige Luzerner war einst Geschäftsführer von City-Beach auf der Einsteinterrasse und träumte vor sechs Jahren von einem Poloturnier im Wankdorfstadion, das damals noch mit einem alten Naturrasen ausgestattet war. Es blieb ein Traum. Wie wohl auch seine Politkarriere, die nun enden dürfte, bevor sie richtig begonnen hat.

Anmeldefrist für Möchtegern-Missen wird verlängert

Das Zelt statt der Kursaal: Die Nachfolgerin der amtierenden Miss Bern, Noemi Raval, wird nicht wie geplant Ende Juni im Kursaal, sondern erst am 14. Dezember in «Das Zelt» stattfinden. «Es ist gelungen, mit den Veranstaltern von Das Zelt eine Partnerschaft einzugehen, welche beiden Seiten attraktive Mehrwerte bietet», heisst es in einer Mitteilung der neuen Organisatorin, der Starproject AG.

Das bedeutet auch, dass die eigentlich bereits abgelaufene Anmeldefrist für Möchtegern-Missen bis Ende Juni verlängert wird. Das Ziel von Organisatorin Tamara Gygax und Missen-Mami Monika Erb ist es, 25 junge Frauen zu finden, die ums Krönchen kämpfen. An der Gala selbst gibt es jedoch lediglich 13 Startplätze.

Noemi Ravals Nachfolgerin wird im Dezember gekürt. Bild: Raphael Moser.

Der YB-Rechner

Unentschieden gegen den FC Basel am Sonntag: Die Loubegaffer werden immer hibbeliger und hoffen darauf, dass die Young Boys den Meistertitel so bald wie möglich eintüten. Dabei vertrauen sie auf den Onlinemeisterrechner, den YB-Fan Christian Moser programmiert hat. Dort kann man alle Konstellationen durchrechnen und erahnen, wann YB tatsächlich Meister wird. Auch diese Zeitung hat einen Rechner konzipiert.

Die Loubegaffer schauen hin, hören zu und rapportieren, was unter den Berner Lauben zu reden gibt. stadtbern@bernerzeitung.ch

Wir bleiben bei YB. Der letzte Meistertitel ist noch in bester Erinnerung. Auch in vielen Jahren werden sich die Loubegaffer an die schönen Bilder und guten Storys erinnern, die im 200 Seiten starken Meisterbuch zu sehen und zu lesen sind. Nur: Bald nach Erscheinen im letzten September waren 3000 Exemplare ausverkauft. Auch die zweite Auflage, gedruckt wurden nochmals 1000 Stück, war kurz vor Weihnachten vergriffen.

Auf Druck der BZ liessen die YB-Verantwortlichen um CEO Wanja Greuel im Onlinefanshop ein Formular aufschalten, damit Fans, die bisher leer ausgegangen waren, doch noch ein Buch kaufen konnten. Und das waren viele! Wie die Loubegaffer erfahren haben, werden nochmals 1200 Exemplare gedruckt. «Dies wird definitiv die letzte Auflage sein», sagt YB-Sprecher Albert Staudenmann.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt