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Lo & Leduc: Mehr Herz als Pegasus

Lo & Leduc traten etwas später am Abend auf als Pegasus, das ist ein klarer Vorteil. Doch den hätten sie gar nicht gebraucht.

Musik gut, Kleider hm: Lo & Leduc auf der Hauptbühne.
Musik gut, Kleider hm: Lo & Leduc auf der Hauptbühne.
Christian Pfander

1. Publikumsaufmarsch: Voll bis zum Bacardi-Zelt, kein Platz mehr auf der VIP-Terrasse. Gibt es einen Gurtenbesucher, der nicht am Konzert ist?

2. Wann springt der Funke? Was heisst hier Funke? Ein Feuerwerk, das gezündet wird, kaum sind Lo & Leduc mit ihrer Band Pacomé auf der Bühne.

3. Optische Argumente: Hm. Auch Guggenmusiken haben Kostüme – und die sind oft gelungener. Weisse Hemden mit schräg aufgenähten Stoffteilen an unmöglichen Stellen. Und erst noch mit Streifenmuster. Es würde uns nicht wundern, wenn beim nächsten Schlagerfestival Oesch’s die Dritten mit solchen Kostümen auftreten würden. Und die Haare von Lo sind so adrett geflochten, dass er von hinten wie ein Trachtenmädchen aussieht.

4. Interaktion: Lo & Leduc geben vor, das Publikum gehorcht willig. Egal, ob klatschen, springen, singen, in die Knie gehen, drehen oder La Ola. Nur die VIPs auf der Terrasse zeigen sich zurückhaltend.

5. Überraschung: Wie immer bei Lo & Leduc tauchen Gäste auf, diesmal erst Rapper Tommy Vercetti, dann Manillio. Und Lo zeigt einen beeindruckenden Freestyle-Rap zu den Begriffen Mauersegler, Gurtenbähnli und Jeans for Jesus.

6. Musikalische Qualität: Alle bekommen Raum für eigene Soli. Mit der Liveband klingen die Songs zum Teil ganz anders als auf dem Album – und Lo & Leduc muten dem Publikum auch einige unbekanntere Songs aus den Anfängen zu.

7. Erotisches Knistern: Wir sind bei den Kostümen hängen geblieben.

Fazit: Mehr Leidenschaft und mehr Herz als Pegasus, ein Konzert, an das wir uns lange zurückerinnern werden.Gurten-Moment? Und wie!

Mehr Bern für Bern: Jeans for Jesus spielt seit 23.15 in der Zeltbühne.
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Claudia Salzmann
Das Konzert fing experimentell an, aber das tat der Stimmung im Publikum keinen Abbruch.
Das Konzert fing experimentell an, aber das tat der Stimmung im Publikum keinen Abbruch.
Claudia Salzmann
Wer sein Zelt am Donnerstag aufstellen will, findet auf dieser Fläche gleich beim Aufgang zum Festgelände noch Platz.
Wer sein Zelt am Donnerstag aufstellen will, findet auf dieser Fläche gleich beim Aufgang zum Festgelände noch Platz.
Martin Bürki
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