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Letzte Tage im Hirschen

Ende Monat schliesst der Hirschen und wird zum Wohnhaus umgebaut. Die Arbeitsgruppe, die ihn weiterhin beleben wollte, ist nicht mehr aktiv. Ein Café aber soll es im Hirschen geben.

Der Hirschen in Mittelhäusern: Es gibt neue Ideen für den Gasthof.
Der Hirschen in Mittelhäusern: Es gibt neue Ideen für den Gasthof.
Urs Baumann

Am 28. Februar ist der Hirschen in Mittelhäusern zum letzten Mal geöffnet. Wirtin Igballe Bajrami und ihr Mann Sadik geben den Gasthof auf. Vor einem Jahr haben sie die Beiz übernommen – und von Anfang an einen Einjahresvertrag gehabt. Ausser sonntags war der Hirschen täglich geöffnet. «Ich hätte es nicht gemacht, wenn ich gewusst hätte, wie schlecht das Geschäft läuft», zieht Sadik Bajrami enttäuscht Bilanz. So habe ein Restaurant im Dorf keine Chance. «Vereine haben uns zwar unterstützt, das hat uns gefreut», insgesamt seien aber viel zu wenig Leute aus dem Dorf eingekehrt.

Wo Bajrami und seine Frau künftig arbeiten, ist offen. «Wir suchen nach einer neuen Aufgabe im Gastrogewerbe.» Vor seinem Abstecher in den Hirschen hatte Bajrami zehn Jahre lang das Tea-Room Terrasse im Eigerplatz-Hochhaus in Bern geführt.

Kein Kontakt mehr

Damit dürfte es um den Hirschen noch stiller werden. Seit letztem Sommer ist bekannt, dass Besitzerin Verena Kohli diesen zu einem Wohnhaus umbauen will. Eine Arbeitsgruppe mit Leuten aus dem Dorf hat sich in der Folge bemüht, den Hirschen doch noch in irgendeiner Form als Treffpunkt für die Dorfbevölkerung zu erhalten. Doch inzwischen ist die Gruppe nicht mehr aktiv. Man habe keinen Kontakt mehr zur Besitzerin, sagt Mitinitiantin Judith Safford. «Wir haben die Idee aufgegeben, einen Treff mit Lädeli, Café und Mittagstisch zu realisieren.» Besitzerin Verena Kohli zeigte sich zwar grundsätzlich offen für Ideen der Gruppe, auf etwas einigen konnte man sich aber doch nicht.

Ortsverein hilft bei Suche

Die Baubewilligung für Kohlis Projekt liegt bereits vor. Kohli hält an ihren Plänen fest, dass es im Hirschen künftig immerhin noch ein Café oder Bistro als Kontaktpunkt und Verpflegungsstätte geben soll. Sie verweist dabei auf den Ortsverein. Der habe zugesagt, «die Neueröffnung aktiv zu unterstützen».

Als einfach stuft Ortsvereinspräsident Hans Moser die Suche nach einem Betreiber des Cafés nicht ein. «Wir haben unsere Hilfe angeboten.» Der Ortsverein werde sein Möglichstes tun, um jemanden zu finden. In welcher Form auch immer das Café schliesslich betrieben werde – ob durch einen Pächter oder eine Gruppe – sei völlig offen. Moser stellt allerdings bereits klar, dass der Ortsverein nicht selbst einsteigen wird. «Wir haben dafür nicht die Kapazitäten.» Der Hirschen wird auch an der Jahresversammlung des Ortsvereins am 10. März ein Thema auf der Traktandenliste sein.

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