Zum Hauptinhalt springen

Ai Weiwei über Flüchtlinge, Kunst und den Bauboom

Am Mittwoch war mit Ai Weiwei Chinas kontroversester Künstler im Zentrum Paul Klee zu Gast. Der Agent Provocateur wirkte «Zen»-mässig, sprach aber klare Worte.

Wichtiger Gast im Zentrum Paul Klee: Der chinesische Künstler Ai Weiwei in der Podiumsdiskussion Jacques Herzog vom Architekturbüro Herzog & de Meuron.
Wichtiger Gast im Zentrum Paul Klee: Der chinesische Künstler Ai Weiwei in der Podiumsdiskussion Jacques Herzog vom Architekturbüro Herzog & de Meuron.
Urs Baumann

Als Ai Weiwei im Zentrum Paul Klee vor die versammelte Presse tritt, richtet sich ein Heer von Kameras auf ihn. Wer kein Fotograf ist, greift zum Smartphone. Da zückt Ai Weiwei sein eigenes und schiesst zurück. Er fotografiert, über seinen eigenen Scherz sichtlich amüsiert, die ihn fotografierende Meute. Eine Geste, die für Chinas berühmtesten Künstler und Oppositionellen (siehe Box) nicht typischer sein könnte. Schliesslich sind Kommunikationsmittel wie Twitter und Instagram wichtige Werkzeuge sowohl für seine Kunst wie für seine politischen Statements. So hat Ai Weiwei laufend dokumentiert und gepostet, wenn Chinas Behörden in sein Leben eingriffen. Auf Instagram veröffentlichte er Fotos mehrerer bei der Renovierung seines Studios in Peking gefundener Abhörwanzen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.