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Kritischer Support für die Eishockeyaner

Die in die Jahre gekommene Kunsteisbahn Schwarzwasser soll erhalten bleiben. So möchte es das Parlament, doch es gibt auch Bedenken.

Die Kunsteisbahn Schwarzwasser soll bestehen bleiben.
Die Kunsteisbahn Schwarzwasser soll bestehen bleiben.
Stefam Anderegg

Draussen war es eisig kalt, drinnen hat sich das Könizer Parlament gestern Abend mit der Kunsteisbahn Schwarzwasser beschäftigt und fand: Sie soll weiter bestehen bleiben. Mit 23 Ja zu 7 Nein überwies es einen von den Grünen lancierten Vorstoss zur Zukunft der Anlage. Nun soll der Könizer Gemeinderat mit Schwarzenburg prüfen, wie sich die marode Eisbahn sanieren lässt, und vor allem: wie das Engagement der zwei Gemeinden dafür aussehen soll. 2011 haben sie gemeinsam die Kunsteisbahn für rund 1,5 Millionen Franken gekauft. Insofern hat das Parlament jetzt nur B gesagt. Schon als es A gesagt hatte, war klar, dass es um die Eisbahn schlecht steht.

Trotz des Ja zu Abklärungen zeigten sich die Parteiredner auch zurückhaltend: Viele fürchten, die Sanierung könnte die Gemeinde teuer zu stehen kommen. Für die SP war dies sogar Anlass, den Vorstoss abzulehnen. Es gehe darum, kein falsches politisches Signal zu setzen, begründete sie dies. Es gebe zudem viele kritische Punkte vom Lärm über den Verkehr bis zur Frage, ob die Eisbahn am richtigen Standort sei. Die FDP störte sich weiter daran, dass es für eine Sommernutzung der Anlage bis jetzt kaum Ideen gibt. Insgesamt wurde klar: Die Parteien wünschen sich vom Verein Kunsteisbahn Schwarzwasser und vom Gemeinderat sicher Sanierungsvarianten.

Dass sich gerade die Grünen für die Kunsteisbahn starkmachen, hat damit zu tun, dass ihr Parlamentarier Mathias Rickli auch Hobbyeishockeyaner ist. Er hat intensiv am Projekt für eine «Gantrisch-Arena» mitgearbeitet und betonte, diese wäre auch energetisch ein Gewinn. Das aktuelle Projekt sieht eine Eishalle inklusive Tiefgarage und weiterhin ein Aussenfeld vor.

Nicht nur die Finanzierung ist eine Knacknuss. Heikel ist auch der Standort der Anlage nahe beim Naturschutzgebiet. Die Initianten des Projekts wollen deshalb mit Naturschutzverbänden das Gespräch suchen. Unter der Eisbahn liegen zudem Altlasten einer früheren Grosstankanlage. Auf dem Weg zur Eishalle liegen also noch diverse Stolpersteine.

Trotzdem: geplant wird. Schwarzenburg und Köniz wollen vorerst in eine raumplanerisch geprägte Projektstudie zur «Gantrisch-Arena» investieren. Würde diese realisiert, wäre das «schon eine grössere Kiste», betonte der Könizer Gemeinderat Thomas Brönnimann (GLP).

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