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Kommentar: Unsensible Stadt

Der Entscheid der Stadt Bern, die Stadtnomaden an der Neubrück einzuquartieren ist gegenüber ihren Nachbarn unsensibel und unhöflich. Der Ärger in Bremgarten und Kirchlindach ist verständlich.

Die Stadtnomaden sind seit vier Monaten auf dem Viererfeld stationiert - erlaubt sind laut Gesetzt nur drei Monate.
Die Stadtnomaden sind seit vier Monaten auf dem Viererfeld stationiert - erlaubt sind laut Gesetzt nur drei Monate.
Jürg Spori
Auf dieses Landstück bei der Neubrück sollen die Stadtnomaden ziehen - obwohl die Stadt diesen Standort 2012 aufgeben musste. Die Gemeinden Kirchlindach und Bremgarten sind verärgert.
Auf dieses Landstück bei der Neubrück sollen die Stadtnomaden ziehen - obwohl die Stadt diesen Standort 2012 aufgeben musste. Die Gemeinden Kirchlindach und Bremgarten sind verärgert.
Jürg Spori
Östlich der Schiessanlage Riedbach entsteht die neue Zone für alternatives Wohnen. Bis die Stadtnomaden dort einziehen können, dauert es jedoch noch.
Östlich der Schiessanlage Riedbach entsteht die neue Zone für alternatives Wohnen. Bis die Stadtnomaden dort einziehen können, dauert es jedoch noch.
Daniel Fuchs
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Stadtpräsident Alexander Tschäppät kann jeweils nicht nachvollziehen, weshalb ihm und der Stadt Bern Arroganz gegenüber den Regionsgemeinden vorgeworfen wird. Vielleicht deshalb: Ohne die betroffenen Gemeinden Bremgarten und Kirchlindach zu informieren, hat die Stadt entschieden, die Stadtnomaden während dreier Monate an der Stadtgrenze einzuquartieren. Dies im Wissen darum, dass sich im Jahr 2012 beide Gemeinden vehement gegen den Standort Neubrück gewehrt hatten.

Ob diese Bedenken gegenüber den Stadtnomaden gerechtfertigt sind, bleibe hier dahingestellt. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Nicht diskutieren muss man allerdings über das Vorgehen der Stadt Bern: Es ist gegenüber ihren Nachbarn unsensibel und unhöflich. Der Ärger in Bremgarten und Kirchlindach ist verständlich. Weshalb greift der Stadtpräsident vor einer solchen Entscheidung nicht zum Telefon und bittet seine Amtskollegen um nachbarschaftliche Hilfe für ein dreimonatiges Provisorium? Auf die gezeigte Weise verbessern sich die Beziehungen zwischen Stadt und Landgemeinden sicher nicht. Im Gegenteil. So verärgert die Stadt ihre direkten Nachbarn, auf deren Unterstützung sie besonders angewiesen ist.

Mail: mirjam.messerli@bernerzeitung.ch

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