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Köniz vor spannender Stichwahl

Die Könizer Stimmberechtigten bestimmen am Sonntag, wer in den nächsten vier Jahren das Gemeindepräsidium übernimmt. In dieser Stichwahl könnte zu einem knappen Resultat kommen.

Ueli Studer (SVP) oder Rita Haudenschild (Grüne)? Am Sonntag entscheidet das Könizer Stimmvolk, wer das Gemeindepräsidium für die nächsten vier Jahre übernimmt.
Ueli Studer (SVP) oder Rita Haudenschild (Grüne)? Am Sonntag entscheidet das Könizer Stimmvolk, wer das Gemeindepräsidium für die nächsten vier Jahre übernimmt.

Die Könizer Stimmberechtigten bestimmen am Sonntag, ob Rita Haudenschild (Grüne) oder Ueli Studer (SVP) in den nächsten vier Jahren das Gemeindepräsidium übernimmt. In dieser Stichwahl könnte zu einem knappen Resultat kommen.

Im ersten Wahlgang der Gemeindepräsidentenwahl holte Haudenschild am 24. November zwar weitaus weniger Stimmen (2693) als Studer (5180). Doch traten damals noch vier Personen an. Haudenschild kann unterdessen auf die Unterstützung der stärksten Könizer Partei, der SP, zählen. Ihr Kandidat verzichtet zugunsten Haudenschilds.

Zudem haben die Könizerinnen und Könizer am 24. November bei den Parlaments- und Gemeinderatswahlen vor allem die Grünliberalen gestärkt, deren Wähler wohl eher für Haudenschild stimmen dürften. SVP, FDP und BDP scheiterten mit ihrem Ziel der bürgerlichen Wende. Vorstellbar ist zudem, dass die 55-jährige Biologin Rita Haudenschild aus Spiegel von einem Frauenbonus profitiert.

Für Studer spricht, dass er ausser von der FDP nun auch von der BDP offiziell unterstützt wird. Die BDP hatte im ersten Wahlgang der Gemeindepräsidentenwahl noch einen eigenen Kandidaten aufgestellt. SVP, FDP und BDP kommen zusammen auf 48 Prozent Wähleranteile; SP, Junge Grüne und Grüne auf 37.

Allerdings dürften diese offiziellen Unterstützungen von untergeordnetem Wert sein: Die Detailresultate der Könizer Gemeinderatswahlen vom 24. November zeigen, dass sowohl Studer als auch Haudenschild viele Panaschierstimmen holten - von allen möglichen Listen. Beide kommen also über die Parteigrenzen hinaus bei den Wählern an.

Studer ist 60-jährig, wohnt in Niederscherli und war Malermeister, bevor er Gemeinderat der bevölkerungsmässig viertgrössten bernischen Gemeinde wurde. Das Gemeinderatsmandat ist heute in Köniz ein 80-Prozent-Job.

Mehrere Gemeinsamkeiten

Wie Studer sitzt auch Haudenschild in der fünfköpfigen Könizer Exekutive und führt dort die Direktion für Umwelt und Landschaft, Gemeindebetriebe und Informatik. Studer steht jener für Bildung und Soziales vor. Er und seine grüne Konkurrentin sind ausserdem beide Mitglieder des bernischen Grossen Rats.

Dort sorgte Studer jüngst für Schlagzeilen, als das Kantonsparlament seinen Vorstoss für eine zehnprozentige Kürzung der Sozialhilfe guthiess. Studer argumentierte, bei den knappen Finanzen des Kantons dürfe es keine Tabus geben.

Maximal vier Jahre

Diesen Vorstoss haben offenbar in Köniz nicht alle Sympathisanten Studers - in seinem Unterstützungskomitee machen auch SP-Leute mit - goutiert. Die Zeitung «Der Bund» stellte jüngst fest, bei den Wahlen 2009 habe Studer von fremden Listen mehr Stimmen geholt als am 24. November dieses Jahres.

Gemeinsam ist Haudenschild und Studer im Weiteren, dass sie maximal vier Jahre lang Gemeindepräsidentin respektive Gemeindepräsident sein können. Dann müssen sie wegen Amtszeitbeschränkung aus dem Gemeinderat ausscheiden.

So oder so geht aber in Köniz Anfang 2014 fast so etwas wie eine Ära zu Ende: Nach 26 Jahren in SP-Hand wechselt das Gemeindepräsidium zu einer anderen Partei. Noch bis Ende Jahr Könizer Gemeindepräsident ist Luc Mentha von der SP.

(SDA)

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