Zum Hauptinhalt springen

Kneubühl wieder im Hungerstreik

Offenbar ist Peter Hans Kneubühl erneut in den Hungerstreik getreten. Wie schon Anfang Jahr fordert er seine Verlegung ins Regionalgefängnis Thun.

Peter Hans Kneubühl vor seiner Verurteilung im Januar 2013.
Peter Hans Kneubühl vor seiner Verurteilung im Januar 2013.
Keystone

In einem Brief soll Peter Hans Kneubühl mitgeteilt haben, dass er am Dienstag in Hungerstreik getreten sei. Dies berichtet der «Bund». Wie schon bei seinem Versuch Ende Januar, Anfang Februar, sich eine Verlegung von der Justizvollzugsanstalt Thorberg ins Regionalgefängnis zu «erhungern», stehe auch dieses Mal dieselbe Forderung im Raum.

Der Rentner, der sich im Jahr 2010 in seinem Haus in Biel verschanzt und bei der Zwangsräumung gar auf Polizisten geschossen und einen von ihnen verletzt hatte, wurde nach seinem letzten Hungerstreik in die Station Etoine der Psychiatrischen Dienste überwiesen. Doch konnten die Ärzte den 74-Jährigen offensichtlich noch immer nicht aus dessen Opferrolle befreien.

«Die letzte Waffe»

Der «Bund» zitiert aus dem Brief, dass Kneubühl den Staat als Feind sehe, der ihn durch Polizei- und Justizgewalt vernichten wolle: «So blieb mir nur die letzte Waffe all derjenigen, die auf der Abschussliste des Staates stehen: der Hungerstreik.» Überdies beschuldige Kneubühl auch seinen neuen Anwalt, Valentin Landmann, gemeinsame Sache mit den Behörden zu machen und sich damit gegen ihn verschwört zu haben.

Anfang Jahr konnte der renitente Rentner vom Hungerstreik abgebracht werden. «Er will nicht sterben», hatte Werner Strik, Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, damals gesagt. Womöglich stellt sich die ethische Frage nach Zwangsernährung schon bald wieder.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch