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Kneubühl wieder im Gefängnis Thun

Der inhaftierte Bieler Rentner Peter Hans Kneubühl hat das Ziel seines inzwischen abgebrochenen Hungerstreiks erreicht. Seit Donnerstag sitzt er wieder im Gefängnis Thun im normalen Strafvollzug ein.

Peter Hans Kneubühl hat das Ziel seines Hungerstreiks erreicht: Er wurde in das Regionalgefängnis Thun verlegt.
Peter Hans Kneubühl hat das Ziel seines Hungerstreiks erreicht: Er wurde in das Regionalgefängnis Thun verlegt.
Keystone

Wie Recherchen des «Bieler Tagblatts» ergaben, befindet sich der als «Amok-Rentner» schweizweit bekannt gewordene Peter Hans Kneubühl nicht mehr im Spital oder in psychiatrischer Behandlung: Vor zwei Tagen wurde er von der Akut­station Etoine der Universitäten Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) ins Regionalgefängnis in Thun verlegt. Dies teilte Nicole Wey, Chefin Stabsdienste des kantonalen Amts für Justizvollzug (AJV), am Freitag auf Anfrage mit. Damit hat Kneubühl das Ziel seines zweiten Hungerstreiks dieses Jahres erreicht, den er Ende Mai begann.

Offen bleibt, wie das AJV seine Kehrtwende genau erklärt. Wey teilte gestern bloss mit, dass ein weiterer Verbleib von Kneubühl in der Station Etoine zurzeit nicht mehr angezeigt sei. Das AJV und die Ärzte der UPD hätten «eine Perspektive erarbeitet, die vorerst den Aufenthalt in einer Einrichtung des Justizvollzugs» beinhalte. Vorher hatte das Amt monatelang auf dem Standpunkt beharrt, dass sich das Gefängnis in Thun nicht für eine längere Unterbringung eigne.

Aus diesem Grund war Kneubühl am 19. Januar gegen seinen Willen von Thun in die Anstalt Thorberg verlegt worden. Am gleichen Tag startete er seinen ersten Hungerstreik, um die Rückkehr nach Thun zu erzwingen. Nach einem Aufenthalt im Inselspital landete Kneubühl in der UPD, wo er den Hungerstreik nach 40 Tagen abbrach, da sich mit Valentin Landmann ein neuer Anwalt seines Falls annahm. Ende Mai brach Kneubühl mit Landmann und begann den zweiten Hungerstreik. Nach einem erneuten Umweg über das Inselspital und die UPD war dieser nun erfolgreich. Damit befindet sich Kneubühl wieder dort, wo er vor seiner Verlegung auf den Thorberg bereits während gut sechs Jahren einsass.

Ob Kneubühl im Inselspital zwangsernährt wurde, wollte Wey nicht sagen, weil das AJV nicht von der Schweigepflicht entbunden worden sei.

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