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Kleinere Gewässer durch Pflanzenschutzmittel belastet

Kleinere Gewässer im Kanton Bern sind zum Teil stark mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Dies hat eine Messung des kantonalen Gewässer- und Bodenschutzlabors ergeben.

Die Messungen zeigten, dass das Berner Pflanzenschutzprojekt mit Hochdruck vorangetrieben werden müsse, sagte Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann.
Die Messungen zeigten, dass das Berner Pflanzenschutzprojekt mit Hochdruck vorangetrieben werden müsse, sagte Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann.
PD/BVE

Insgesamt fanden sich in den Untersuchungen 81 verschiedene Substanzen, zwölf davon sind kritisch für Gewässerorganismen. Das Gewässermonitoring zeige auf, dass das Berner Pflanzenschutzprojekt mit Hochdruck vorangetrieben werden müsse, sagte Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann laut Mitteilung seiner Direktion vom Freitag. Das Projekt will die Landwirtschaft beim effizienten und umweltschonenden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unterstützen.

Um die Wirkung der Massnahmen zu überprüfen, wird das Projekt mit einem engmaschigen Gewässermonitoring verbunden. Erste Messungen zeigen, dass sowohl die Gewässer als auch die ARA-Ausläufe teilweise stark belastet sind. In den ARA-Ausläufen wurden weitere kritische Stoffe gefunden, die aber nicht zwingend nur aus der Landwirtschaft stammen.

Aufgrund der Messresultate wird nun nach Alternativen zu den kritischen Stoffen gesucht. Ebenfalls geprüft wird, ob bei Kartoffeln und Zuckerrüben auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet werden kann. Wo nötig, werden auch die Füll- und Waschplätze der Herbizid-Spritzmaschinen angepasst.

Am Berner Pflanzenschutzprojekt beteiligen im zweiten Projektjahr knapp 3200 Bauernbetriebe. Getragen wird das noch bis 2022 laufende Projekt vom bernischen Amt für Landwirtschaft und Natur und dem Berner Bauernverband. Das Bundesamt für Landwirtschaft übernimmt rund 80 Prozent der Projektkosten von insgesamt 62,7 Millionen Franken. Der Kanton steuert über sechs Jahre rund 10,6 Millionen Franken bei.

SDA

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