Zum Hauptinhalt springen

Kinder nehmen Liebefeld-Park unter die Lupe

Sie schauen genau hin: «Detektive» – das sind ein Kulturanimator und verschiedene Kinder – nehmen derzeit den neuen Liebefeld-Park unter die Lupe. Und halten fest, dass die Anlage noch nicht allen Bedürfnissen gerecht wird.

Man stelle sich vor, es wäre heisser August im neuen Liebefeld-Park. Eine unebene Wiese, in deren Klee sich die Bienen wohlfühlen, und wenige, junge Bäume, die kaum Schatten spenden. Ein Biotop, in dem kein Kind plantschen darf, ein kleiner Baseballplatz ohne Zaun direkt neben der Schwarzenburgstrasse. Es fehlen Klettergerüste oder Rutschen für die ganz Kleinen. «Als Park kann man das ja nicht bezeichnen», meint Corinne Jegge, 35, die mit ihrer Tochter Celine unterwegs ist.

Noch stellt der Liebefeld-Park nicht alle Bedürfnisse zufrieden. Zurzeit ist Kulturanimator Rolf Friedli von der Fachstelle «Kinderhexe und Zauberer» der römisch-katholischen Kirche Bern als sogenannter Detektiv von «Quark und Co» mit einer Handvoll Kindern und seinem roten Dreiradvelo im Quartier unterwegs. Sie nehmen dabei Verkehrs- und Gemeindeplätze unter die Lupe. Initiiert hat dies erneut die katholische Kirchgemeinde St. Josef zusammen mit der Jugendarbeit Köniz. Bereits letztes Jahr recherchierten die Detektive. So sollen die Wünsche der Bevölkerung mit mehr Nachdruck in die Gemeinde getragen werden. Das Projekt lief diese Woche an und endet heute.

Gumpimatte als Magnet

Für die Kinder ist derzeit die Gumpimatte vom Detektivbüro «Quark und Co» die Hauptattraktion. Dahinter sind Stellwände mit verschiedenen Verkehrsanliegen aufgebaut. Kinder und Bürger haben dort bereits ihre Verbesserungswünsche angebracht. «Wir wollen wissen, ob unser im März eingereichter Bericht beim Gemeinderat etwas bewirkt hat», sagt Friedli. An einigen Orten sei das bereits der Fall – zum Beispiel beim neu gestalteten Pausenhof der Schule Hessgut.

Rückzugsmöglichkeit fehlt

Für die Recherche schart das Team von «Quark und Co» in dieser Woche jeden Nachmittag Kinder um sich, die sich an der Detektivarbeit beteiligen können. Eines davon ist Mayra Faccio, zwölfjährig. Was sie sich für den Park wünscht, sagt sie klar: «Eine bessere Wiese. Es gibt überall Bienen. Und: einen Park im Park.» Gemeint ist die vom Jugendparlament anvisierte Skateranlage als künftiges Magnet für Jugendliche. Laut Friedlis Kollegin Simone Kleeb haben die jungen Erwachsenen «gerne eine Rückzugsmöglichkeit» – und das bietet der kahle Park derzeit nicht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch