Keine herkömmlichen Zwiebeln für den königlichen Gaumen

Bern

In den Küchen der Stadt Bern dreht sich am Zibelemärit alles um die Zwiebel. Suppenprofi Thomas Kurt erklärt, was man mit dem Gemüse alles anfangen kann.

Suppenprofi zeigt, wie eine leckere Zwiebelsuppe zubereitet wird (siehe Rezept in der Infobox).

Suppenprofi zeigt, wie eine leckere Zwiebelsuppe zubereitet wird (siehe Rezept in der Infobox).

(Bild: Iris Andermatt)

Roger Federer hat er in Gstaad bekocht, für Bono, den Sänger der Band U2, kochte er in London. Thomas Kurt, 29-jähriger Koch aus Bern, hat schon manch berühmten Gaumen verwöhnt. Mittlerweile zieht er aber den Suppentopf der Nobelküche vor.

An der Seftigenstrasse in Wabern hat er vor zwei Jahren seinen Suppenstand «Sag Suppe» eröffnet. Dort vor der Voi-Filiale bietet er unter der Woche täglich zwei verschiedene Suppenkreationen an.

Heute, am Berner Zibelemärit, hat er seinen Take-away ausnahmsweise geschlossen: «Ich brauche den freien Tag, um in der Stadt all die Zwiebel- und Käsekuchen zu probieren», sagt er schmunzelnd. Der Suppenprofi hat aber noch Zeit gefunden, für diese Zeitung eine Zwiebelsuppe zu kreieren (siehe Rezept in der Infobox).

Eschalotten auf dem Teller, Zwiebeln in der Suppe

Und wie gross ist die Bedeutung der Zwiebel ausserhalb der Berner Kochtöpfe? «Herkömmliche Zwiebeln sind in den Nobelküchen eher selten zu finden», sagt der Koch. Auch im Londoner Nobelrestaurant von Anton Mosimann, dem Caterer Ihrer Majestät, sei das so gewesen.

«Bei den Banketten für die Queen wurden keine normalen Zwiebeln, sondern Eschalotten verwendet», sagt Kurt, der ein Jahr bei Mosimann kochte. Der Grund: Eschalotten sind viel feiner im Geschmack. Auch seien diese auf dem Teller für den Gast schöner anzuschauen.

Herkömmliche Kochzwiebeln, wie die vom Zibelemärit, würden in Nobelküchen meist für Basisgerichte verwendet. «Die Köche brauchen sie für Fonds oder Suppen», sagt Kurt. Auch er verwendet für seine Suppenkreationen normale Zwiebeln. Und warum keine Eschalotten? «Sie färben ab und würden der Suppe einen Blaustich verleihen», sagt er.

«Sag Suppe», von Montag bis Freitag, Seftigenstrasse 259, Wabern, www.sagsuppe.ch

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...