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Kein Geld für Energiesparmassnahmen

Das Berner Stadtparlament hat am Donnerstag mehrere Vorstösse abgelehnt, die Geld für Energiesparmassnahmen forderten. Das Anliegen genoss im Grundsatz zwar Sympathie, doch so sei es nicht umzusetzen, lautete der Tenor.

Gemeinderat Reto Nause sprach von zwei Seelen in seiner Brust
Gemeinderat Reto Nause sprach von zwei Seelen in seiner Brust

Die BDP/CVP-Fraktion hatte in ihrem Vorstoss gefordert, dass der städtische Energieversorger ewb künftig weniger von ihrem Gewinn an die Stadt abliefern muss, entweder fünf, zehn oder gar 20 Millionen Franken. Die Mittel sollten für Stromsparmassnahmen eingesetzt werden.

Praktisch alle Fraktionen teilten das Grundanliegen einer nachhaltigen Energiepolitik. Doch damit hatte es sich denn auch schon.

Der Vorstoss sei unkonkret, wurde etwa von Seiten der SP Kritik laut. Er verkenne die Bemühungen, die bereits geleistet worden seien, doppelte das Grüne Bündnis nach.

Der falsche Weg?

«Das Ziel ist hehr, der Weg ist falsch», hiess es von Seiten der Freisinnigen. Einmal mehr werde einfach ein hoher Geldbetrag gefordert, ohne konkret zu sagen, was damit zu geschehen habe, sagte ein Sprecher der Fraktion SVP .

Über die Gewinnablieferung von EWB an die Stadt könne man durchaus diskutieren, fand Michael Köpfli von den Grünliberalen. Doch dass der Gemeinderat ein Stromsparprogramm erarbeiten solle, sei falsch. Das wäre, wenn schon, Sache von ewb, fand Köpfli.

Der zuständige Gemeinderat Reto Nause sprach von zwei Seelen in seiner Brust. Als Energie- und Umweltdirektor sei ihm das Anliegen sympathisch. Doch als Gemeinderat mit Finanzkompetenz müsse er den Vorstoss ablehnen, denn dieser würde wohl gleich ein Sparpaket auslösen.

Das Stadtparlament lehnte schliesslich die Begehren auch in der unverbindlichen Form eines Postulats ab.

SDA/js

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