Zum Hauptinhalt springen

Nach Skywork-Aus: Kein Ausbau am Flughafen Bern-Belp

Der Flughafen Bern legt seine Ausbaupläne auf Eis. Zudem baut er zehn Stellen ab. Damit reagiert der Flughafen auf das Grounding der Fluggesellschaft Skywork.

Der Ausbau am Berner Flughafen hätte 18 Millionen Franken gekostet.
Der Ausbau am Berner Flughafen hätte 18 Millionen Franken gekostet.
Franziska Rothenbuehler

Der Flughafen Bern-Belp sistiert seine Ausbaupläne. Die vierte Ausbauetappe wird zumindest vorerst nicht umgesetzt. Der Flughafen wollte den Linien- und Charterverkehr räumlich von der allgemeinen Luftfahrt trennen. Zudem waren neue Hangars, ein Rollfeld sowie ein Businesscenter geplant.

Der Ausbau hätte gegen 18 Millionen Franken gekostet. Auch der Bund und der Kanton wollten sich am Ausbau beteiligen. Im Frühling hiess der Grosse Rat ein zinsloses Darlehen von 2 Millionen Franken gut. Der Bund hatte ein Darlehen von 4 Millionen Franken zugesagt.

Millionenverluste wegen Skywork Der Verzicht auf den Ausbau ist eine Folge des Skywork-Groundings. Die Berner Fluggesellschaft war der wichtigste Kunde des Flughafens. Durch nicht bezahlte Rechnungen entstünden dem Flughafen nun „Millionenverluste“, sagt Verwaltungsratspräsident Beat Brechbühl laut einer Medienmitteilung der Flughafen Bern AG.

Der Flughafen muss nun auch seinen Betrieb reduzieren. Zehn Stellen werden abgebaut, zudem wird in einzelnen Bereichen Kurzarbeit eingeführt. Es seien zudem weitere Massnahmen getroffen worden, um die Kosten zu senken. Die Sicherung der Liquidität stehe nun im Vordergrund.

Klarheit bis Ende Jahr

Zudem steht der Flughafen vor einer Neupositionierung. Es stelle sich nun die Grundsatzfrage, ob die Berner „eine oder mehrere Ganzjahres-Linienanbindungen wollen und wieviel dieses Angebot ihnen wert ist», so Brechbühl. Aus seiner Sicht ist das Potenzial für mindestens eine Hub-Anbindung, zum Beispiel nach München gegeben. Bis Ende Jahr wollen die Verantwortlichen abklären, ob sich ein Anbieter dafür findet.

Falls bis dann die Lücken im Streckennetz nicht gefüllt werden können, werde sich der Flughafen auf das folgende Angebot konzentrieren: Ferienflüge, Geschäftsfliegerei, Bundesbasis, Rettungsfliegerei, fliegerische Ausbildung und Kleinaviatik.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch