Zum Hauptinhalt springen

Kehrtwende im «grossen Elefanten»

Aus dem Fun-Park wird nichts: In der Flaschenabfüllerei der Brauerei Gurten richtet sich ein Coworking-Space ein.

Markanter Klotz: Der «grosse Elefant» wird zum Coworking-Space.
Markanter Klotz: Der «grosse Elefant» wird zum Coworking-Space.
Rapahel Moser

PSP Swiss Property sorgte gestern in Wabern für die Überraschung des Tages. Die Besitzerin des Gurtenareals gab bekannt, wer für neues Leben im sogenannten grossen Elefanten sorgen soll.

Bislang deutete alles darauf hin, dass die Superfly AG in der ehemaligen Flaschenabfüllerei einen Fun-Park mit amerikanischem Trampolinsystem einrichtet. Doch weit gefehlt: Die alles in allem 5500 Quadratmeter Fläche werden nun vom Coworking-Unternehmen Gotham gemietet.

Gotham will im markanten grauen Klotz, der das ehemalige Brauereigelände gegen Bern hin abschliesst und über drei Etagen die Ebene der alten Fabrikbauten mit dem tiefer gelegenen Bahnhof verbindet, flexible Büroarbeitsplätze einrichten.

In diesem sogenannten Coworking-Space werden Start-ups, aber auch etablierte Unternehmen voll ausgerüstete Arbeitsplätze mit WLAN-Verbindung, Drucker und auch Annehmlichkeiten wie einer Kaffeemaschine vorfinden. Je nach Bedarf in offenen Räumen oder auch in sogenannten Boxes, die mehr Privatsphäre bieten.

Abgerechnet wird für diese Members monatlich oder jährlich. Allerdings sollen für Passanten auch kürzere Mieten von einer Stunde oder einem Tag möglich sein, erklärt Mitgründer Ferdinand Locher.

Gegen vierhundert solcher Arbeitsplätze kommen so im «grossen Elefanten» unter, dazu Räume für Sitzungen und sogar eine Fläche für Kongresse und andere Grossveranstaltungen. Sie bietet Platz für bis zu sechshundert Personen.

Gotham möchte das Coworking-Space im nächsten Sommer eröffnen. Und damit den Schritt von der Romandie, wo das Unternehmen bereits zweimal in Lausanne präsent ist und in Genf und Martigny weitere Standorte plant, in die Deutschschweiz vollziehen.

Bei der Vermieterin stossen solche Ideen unüberhörbar auf Begeisterung. Sie gaben jedenfalls «einen starken Impuls», auf das Coworking-Space zu setzen und auf das Trampolinprojekt zu verzichten, sagt Christoph Sättler für PSP Swiss Property. Wobei er durchblicken lässt, dass die Trennung von beiden Seiten gewünscht worden ist.

Wieso auch die Superfly AG trotz zugesicherter Baubewilligung von ihren Plänen abgekommen ist, bleibt offen. Verwaltungsrat Bayram Candan redet nicht mehr mit der BZ.

Ein Blick ins Handelsregister lässt aber vermuten, dass der Fun-Park für ihn definitiv kein Thema mehr ist: Im Oktober ist aus der Superfly AG die – nun im Liegenschaftsbereich tätige – C Immoprojekt AG geworden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch