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Kurdendemo: Polizei stellt Verdächtige an Internetpranger

Im September 2015 kam es in Bern zu wüsten Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden. 25 Personen wurden verletzt. Nun kündigt die Kantonspolizei Bern an, Fotos von Tatverdächtigen zu veröffentlichen.

...dabei wurden mehrere Personen verletzt. (12. September 2015)
...dabei wurden mehrere Personen verletzt. (12. September 2015)
Reuters
Auf dem Helvetiaplatz kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Kurden und türkischen Nationalisten. (12. September 2015)
Auf dem Helvetiaplatz kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Kurden und türkischen Nationalisten. (12. September 2015)
Gegen 16 Uhr beruhigte sich die Situation. Viele Demonstranten mussten sich wegen Verletzungen am Kopf vor Ort verarzten lassen. (12. September 2015)
Gegen 16 Uhr beruhigte sich die Situation. Viele Demonstranten mussten sich wegen Verletzungen am Kopf vor Ort verarzten lassen. (12. September 2015)
Sibylle Hartmann
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Sympathisanten der türkischen Regierung organisierten am 12. September 2015 eine Demonstration, Kurden riefen zur Gegenkundgebung auf. Die Situation eskalierte, es kam zu wüsten Auseinandersetzungen. Ein Auto raste in eine Menschenmenge, 25 Personen wurden verletzt.

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft nahm die Kantonspolizei Bern die Ermittlungen zu den Ereignissen auf. Aufgrund der Auswertungen von Foto- und Videoaufnahmen wurden bereits mehrere Beschuldigte identifiziert.

Einige Personen, die gemäss Medienmitteilung der Kapo Bern unter «dringendem Tatverdacht» stehen und auf Fotos eindeutig bezeichnet werden konnten, blieben «trotz intensiver Fahndungsmassnahmen» unbekannt.

Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hat daher nun eine Öffentlichkeitsfahndung verfügt. Konkret werden am Dienstag, 31. Januar 2017, auf der Website der Kantonspolizei Bern zunächst verpixelte Bilder mehrerer Täter veröffentlicht.

Alle Personen, die dann innert Wochenfrist nicht identifiziert werden können, werden schliesslich unverpixelt an den Internetpranger gestellt. Die Veröffentlichung der unverpixelten Bilder ist für Dienstag, 7. Februar 2017, vorgesehen.

Sollten sich Tatverdächtige vorzeitig melden oder identifiziert worden sein, werde «der Publikationsprozess im jeweiligen Fall beendet», heisst es im Communiqué.

Nicht zum ersten Mal veröffentlicht die Kantonspolizei Bern Fotos von Tätern im Internet: Bereits im Juni 2013 setzte die Polizei den Internetpranger als Fahndungsmittel ein. Damals ging es darum, Täter zu identifizieren, die sich im Rahmen der Veranstaltung «Tanz dich frei» rechtswidrig verhalten hatten.

Personen, die an den Ausschreitungen beteiligt waren oder weitere sachdienliche Hinweise zur Täterschaft geben können, können sich bei der Kantonspolizei Bern melden: 031 634'41'11.

(pkb)

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