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Johns kleine Farm ist gerettet

Johns kleine Farm bleibt offen. Dank einer Spendenaktion kann der Privatzoo weiterbetrieben werden.

Pia Scheidegger
Innerhalb weniger Tage haben fast 500 Leute über 50'000 Franken für den Privatzoo in Kallnach gespendet.
Innerhalb weniger Tage haben fast 500 Leute über 50'000 Franken für den Privatzoo in Kallnach gespendet.
Adrian Moser

Kurz nach 20.30 Uhr war es am Montagabend so weit: Innerhalb weniger Tage waren für Johns kleine Farm mit einem Crowdfunding 50'000 Franken gesammelt worden. Die Erreichung dieses Spendenziels sichert die Existenz des Privatzoos bis im Winter.

Aufgeschaltet hatte die Crowdfunding-Website Sandro Bürgi aus Muri. «Auf Facebook wurden Posts über die finanzielle Notlage des Zoos geteilt», sagt Bürgi. Er habe sich jedoch gefragt, ob dies wirklich etwas zur Verbesserung der Situation beitrage. Deshalb habe er sich entschieden, mit einem Crowdfunding zu helfen. «Dadurch, dass der aktuelle Stand der Spenden online mitverfolgt werden kann, werden viele Leute mitgerissen», so Bürgi.

Der Verkaufs- und Marketingspezialist war bisher nicht geschäftlich mit Johns kleiner Farm verbunden. Allerdings ist ihm die Branche nicht völlig fremd. Zusammen mit seiner Frau setzt er sich für den Tierschutz in Rumänien ein. Ausserdem ist er ein regelmässiger Besucher des Zoos in Kallnach. «Ich habe mit meinen Kindern viel Zeit dort verbracht», sagt Bürgi. Er könne sich vorstellen, mit Johns kleiner Farm auch nach der Spenden­­aktion weiter zusammen­­zuarbeiten.

«Wir wollen gemeinsam mit der Vereinsleitung ­­sicherstellen, dass die Gelder nachhaltig eingesetzt werden.» Zudem sieht er für den Zoo einen engeren Kontakt mit den Behörden vor. «Da sich der Betrieb für Menschen mit psychisch bedingter Leistungseinschränkung einsetzt, sollte der Kanton eine ­­gewisse Verantwortung für die Finanzierung übernehmen.»

Weitere Sparmassnahmen

John Bauder freut sich über die Zusammenarbeit mit Bürgi. «Es hat mich sehr bewegt, dass sich eine Privatperson für unseren Zoo einsetzt», sagt Bauder. Auch die Spenden rühren den Betriebsleiter: «Es ist einfach genial, wie schnell so viel Geld gespendet wurde.» Sparmassnahmen seien bereits eingeleitet worden, um die Ausgaben des Zoos auf ein Minimum zu reduzieren. Allerdings seien viele Kosten fix. Beispielsweise müsse das Futter für die Tiere eingekauft werden. Deshalb ist klar: In Zukunft müssen die Besucherzahlen steigen, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann.

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