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Je drei Sitze für die SVP und die BDP

Die Bürgerlichen sichern sich sechs der sieben Sitze im Gemeinderat.

Guido Heiniger (BDP), Gemeindepräsident, stille Wahl.
Guido Heiniger (BDP), Gemeindepräsident, stille Wahl.
PD
Andrea Hofer (BDP), 335 Stimmen.
Andrea Hofer (BDP), 335 Stimmen.
PD
Peter Appenzeller (SP, bisher), 388 Stimmen.
Peter Appenzeller (SP, bisher), 388 Stimmen.
PD
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Biglen hat gewählt, und es hat stramm bürgerlich gewählt. Am Sonntag fanden im Dorf am südlichen Saum des Emmentals die Gemeindewahlen statt. Die Gewinnerinnen heissen SVP und BDP. Die stellen künftig je drei Vertreterinnen und Vertreter im Gemeinderat, die SP einen.

In diesem Gemeinderat würde es zu Verschiebungen kommen, so viel war klar. Weil erstens nur drei Bisherige eine Wiederwahl anstrebten. Zweitens die einst stolze FDP keine Kandidierenden auftreiben konnte. Und drittens die EVP heuer zu den Wahlen angetreten ist und sich gute Chancen auf einen Sitz ausrechnete.

Elf Personen bewarben sich für ein Amt in der Exekutive – keine Selbstverständlichkeit in Zeiten, in denen manche Gemeinde Mühe damit bekundet, willige Leute für ihre Milizämter zu finden. Diese Ausgangslage hatte etwas Unberechenbares; die grosse Überraschung blieb letztlich aus.

Entspannte Sieger

Die Schweizerische Volkspartei hatte vier Kandidierende ins Rennen geschickt, darunter die beiden Bisherigen Walter Portenier und Verena Moser, um ihre drei Ratssitze zu verteidigen – das Unterfangen war nie in Gefahr. Die Bisherigen erzielten Spitzenresultate, und für den abtretenden Walter Studer fand man in Martin Schöni mühelos einen Ersatz.

Die SVP bleibt die mit Abstand wählerstärkste politische Kraft im Dorf. Reto Lanz, Präsident der Ortssektion, stellte fest: «Ziel erreicht!» Zwar kommt auch er auf das breite Kandidatenfeld zu sprechen: «Schön, dass sich so viele Leute aufstellen liessen, dass es so viele Parteien in einem Dorf wie Biglen gibt.» Den Eindruck, dass die Konkurrenz ihm schlaflose Nächte bereitet hätte, hinterliess Lanz aber nicht.

Gute Stimmung auch bei der BDP. Die Partei hat trotz eines Verlusts beim Wähleranteil einen Sitz dazugewonnen. Wie das geht? Guido Heiniger stand bereits vor den Wahlen als neuer Gemeindepräsident fest. Er löst per Anfang Jahr FDP-Mann Peter Habegger ab, der aufgrund der Amtszeitbeschränkung nicht mehr angetreten war.

Zudem erreichte das BDP-Personal genügend Stimmen für zwei weitere Sitze: Patrik Kestenholz und Andrea Hofer ersetzen die bisherigen BDP-Gemeinderäte, die beide nicht mehr zur Wahl standen. Heinigers Fazit: «Es ist so rausgekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten.»

Eine echte Wahl

Drittstärkte Kraft im Dorf bleibt die SP. Peter Appenzeller, Leiter des Ressorts Öffentliche Sicherheit, gelang die Wiederwahl mit einem soliden Ergebnis. Für den Co-Präsidenten der Biglener Sozialdemokraten, Kurt Baumgartner, war es trotz der bürgerlichen Dominanz ein guter Sonntag. Die Parteizugehörigkeit sei auf kommunaler Ebene auch wichtig, aber nicht entscheidend. «Man wählt Persönlichkeiten.»

Bleibt die EVP. Sie hatte sich viel vorgenommen, insgesamt vier Leute lanciert und ging am Ende trotzdem leer aus. «Wir sind eine kleine Partei. Es war uns schon bewusst, dass es schwierig wird», sagte Co-Präsidentin Christine Bläuer.

Wie es mit ihrer Partei weitergeht, konnte sie am Sonntag noch nicht sagen. «Das ist alles noch zu frisch.» Trösten können sich Bläuer und die EVP damit, dass es auch dank ihnen zu einer echten Ausmarchung gekommen ist.

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