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Immer dichter: Gemeinderat macht im Zentrum Gümligen vorwärts

Ein Liegenschaftskauf soll Gümligen auf dem Weg zu einem neuen Dorfkern weiterbringen.

Im Frühling stellten die Behörden erste Ideen für ein Projekt mit 55 Wohnungen vor. Visualisierung: GWJ/Raumgleiter
Im Frühling stellten die Behörden erste Ideen für ein Projekt mit 55 Wohnungen vor. Visualisierung: GWJ/Raumgleiter

Muri will das Zentrum von Gümligen stärker verdichten. Einen weiteren Schritt in diese Richtung soll heute Abend das Parlament machen: Bewilligt es die vom Gemeinderat beantragten gut 1,6 Millionen Franken, geht die Liegenschaft am Turbenweg 10 in den Besitz der Gemeinde über.

Der Gewerbebau steht schon heute auf Boden, der Muri gehört. Sagt das Parlament Ja, wird das bis Ende 2034 gültige Baurecht vorzeitig aufgelöst, und Gebäude wie Boden befinden sich in Gemeindebesitz.

In den Unterlagen spricht der Gemeinderat von einem strategischen Schritt – einmal mehr. In ähnlicher Art hatte die Gemeinde schon die Finger im Spiel, als vor Jahren das Areal vis-à-vis für Migros und Coop neu überbaut wurde.

Aktiv ist sie auch eine Häuserzeile weiter im Süden geworden, wo sie sich in den Besitz des Flachdachbaus mit der Post und den Gemeindebetrieben gebracht hat. Er steht ebenfalls im Baurecht auf gemeindeeigenem Boden.

Auch auf diesem zweiten Areal soll kein Stein auf dem anderen bleiben. Im Frühling stellten die Behörden erste Ideen für ein Projekt mit 55 Wohnungen vor, im Sommer segnete das Parlament den dafür nötigen Baurechtsvertrag mit einem Investor ab, der den sechsstöckigen Neubau finanzieren wird.

Für das Vorhaben müssen einzig noch die Bauvorschriften abgeändert werden. Dieses Geschäft kommt im Dezember ins Parlament, im Februar wird das Volk das letzte Wort an der Urne haben.

Ort für Zwischennutzungen

Und doch sollen die Dinge beim aktuellen Geschäft anders laufen, zumindest mittelfristig. In den Unterlagen ans Parlament hält der Gemeinderat zwar fest, dass sich die eingemietete Firma mit Wegzugsplänen trage. Diese seien aber durchaus im Sinne der Gemeinde, schreibt er.

So stehe die Liegenschaft nämlich dann zur Verfügung, wenn auf dem Areal im Süden gebaut werde und Post sowie Gemeindebetriebe vorübergehend eine neue Bleibe brauchten.

In ähnlicher Art könnte die Liegenschaft der Polizei dienen: Kanton und Gemeinderat würden eine Verlegung des Postens Gümligen ins Gemeindehaus Muri anstreben, so der Gemeinderat. Weil dort aber zuerst noch saniert werden müsse, könnte der Turbenweg 10 «als Zwischenstandort» dienen.

Mit seinen Plänen ist der Gemeinderat noch lange nicht am Ende. Gemeindepräsident Thomas Hanke (FDP) erinnert daran, dass Muri im Umfeld des Turbenweges alle bebauten Parzellen besitze. Entsprechend sei man auch mit allen Baurechtsnehmern im Gespräch.

Auf einen vorzeitigen Rückkauf wie am Turbenweg 10 werde es allerdings nicht immer hinauslaufen. Je nachdem könne es auch sein, dass bei künftigen Projekten die Liegenschaftsbesitzer selber investierten. Oder aber ein aussenstehender Investor die Eigentümer direkt für ihre alten Gebäude entschädige, damit er neu und dichter bauen könne.

Noch vor dem Areal am Turbenweg 10 soll dies übrigens auf der Parzelle gleich nebenan sein, auf der heute ein Denner und eine Apotheke geschäften. Das machte der Gemeinderat schon im Sommer klar: Man stehe mit der betroffenen Eigentümerschaft bereits in entsprechenden Verhandlungen.

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