Im Pintli kehrt wieder Leben ein

Beitenwil

Das Restaurant Kreuz-Pintli hat mit Thavakumaran Palanithurai einen neuen Pächter gefunden. Ab Montag nimmt der Gasthof den regulären Betrieb auf.

Er übernimmt: Thavakumaran Palanithurai ist der neue Pächter im Restaurant Kreuz-Pintli.

Er übernimmt: Thavakumaran Palanithurai ist der neue Pächter im Restaurant Kreuz-Pintli.

(Bild: Raphael Moser)

Marco Spycher

«Wir bedauerten sehr, als das einzige Restaurant von Beitenwil schliessen musste», sagt der Rubiger Gemeindepräsident Renato Krähenbühl (BDP). Über die damalige Pächterin des Restaurants Kreuz-Pintli wurde im Mai ein Konkursverfahren eröffnet.

Seither war das Lokal geschlossen. Nun kehrt aber neues Leben ein. Die Verpächterin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, hat einen neuen Pächter gefunden.

Thavakumaran Palanithurai übernimmt den Gasthof. Es ist das erste Restaurant, das der 39-jährige Tamile führt. 2015 schloss er seine Ausbildung zum Koch ab. Seither war es immer sein Traum, ein eigenes Restaurant zu betreiben.

Dieser geht nun auch dank der Unterstützung seiner Familie in Erfüllung. Seine Frau Praba wird ihm nämlich zur Seite stehen und ab und zu im Gasthof aushelfen.

Neuer Pächter, gleiche Köchin

Zudem ist seine Schwägerin Suba für die Speisen zuständig und steht hinter dem Herd. Sie ist bereits eine alte Bekannte im Kreuz-Pintli. Schon unter der vorherigen Pächterin war sie die Köchin. Deshalb wird sich an den einzelnen Gerichten wohl nicht viel verändern. Es sei denn, Palanithurai will die Speisekarte austauschen. Dem sei aber nicht so, garantiert er.

Die Speisekarte wird sogar eher ausgebaut. Die traditionellen Klassiker wie Cordon bleu und Röstispezialitäten stehen den Gästen weiterhin zur Auswahl. Neu dazu kommen indische Gerichte.

Nebst der Auswahl an Speisen will er auch die Küche erweitern. Er wartet allerdings noch auf die Bewilligung der Gemeinde. Geplant ist ein Häuschen im Aussenbereich mit integriertem amerikanischem Pizzaofen. 

Nach dem Motto«No risk, no fun»

Durch Suba bekam Palanithurai überhaupt erst die Möglichkeit, das Restaurant zu übernehmen. Der Verpächterin war es wichtig, dass es von jemandem weitergeführt würde, der ihr bereits vertraut war. Da fragte sie erstmals Palanithurais Schwägerin an. Diese lehnte aber ab und fragte ihn, ob er interessiert sei. Nachdem er sich eingehend Gedanken darüber gemacht hatte, war er schliesslich überzeugt.

Nach dem Motto «No risk, no fun» entschied er sich für das Restaurant. Thavakumaran Palanithurai hat bis letzte Woche noch in seinem alten Job gearbeitet und ist nun unter Zeitdruck: «Alle Vorbereitungen innerhalb einer Woche zu beenden, ist sehr schwierig für uns – aber wir kämpfen.» Er freut sich bereits jetzt auf die Neueröffnung.

Neueröffnungam Wochenende

Auch Renato Krähenbühl ist froh, dass das Pintli bestehen bleibt. «Die Gemeinde schätzt es sehr, dass Beitenwil weiterhin eine eigene Wirtschaft hat», fügt er hinzu. Nebst der zufriedenen Kundschaft ist es dem neuen Betreiber ein Anliegen, dass die alten Stammkunden wieder den Weg in seine Beiz finden.

Aus diesem Grund feiert Palanithurai an diesem Wochenende. Ab Montag nimmt der Gasthof dann den regulären Betrieb auf. Geöffnet hat die Beiz jede Woche von Montag bis Samstag, am Sonntag ist Ruhetag. 

Am Samstag und am Sonntag findet jeweils von 10 bis 14 Uhr der Eröffnungsapéro im Restaurant Kreuz-Pintli in Beitenwil statt.

Berner Zeitung

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