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Im Lorrainepark können Anwohner weiter gärtnern

Geht es nach dem Willen von Stadtgrün Bern, bleiben die Gartenbeete im Lorrainepark bestehen. Man habe in der ersten Saison sehr gute Erfahrungen gemacht, sagt Christoph Schärer, Leiter von Stadtgrün Bern.

Herbststimmung im Lorrainepärkli: Auch in Zukunft sollen Anwohner die Rabatte mit Blumen und Gemüse bepflanzen.Bilder
Herbststimmung im Lorrainepärkli: Auch in Zukunft sollen Anwohner die Rabatte mit Blumen und Gemüse bepflanzen.Bilder
Urs Baumann

Das Urban-Gardening-Projekt im Lorrainepärkli soll keine einmalige Angelegenheit bleiben. «Wir möchten die Rabatte weiterhin in Parzellen aufgeteilt an Anwohner verpachten, damit sie darauf Gemüse pflanzen können», sagt Christoph Schärer, Leiter von Stadtgrün Bern.

Allerdings will die Stadt dieses Vorhaben Ende Herbst noch mit dem Lorraine-Leist und der Quartierkommission besprechen. Die Zeichen für eine Fortsetzung des Pilotprojekts stehen aber gut: «Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht in diesem ersten Sommer. Obschon wir überzeugt davon waren, dass ein solches Projekt in diesem Park funktionieren kann, sind wir nun positiv überrascht», sagt Schärer.

Aus dem Quartier habe es zwar anfangs Stimmen gegeben, die skeptisch gegenüber der Idee gewesen seien, die Blumenrabatte durch dreieckige Gartenbeete zu ersetzen. Einige Anwohner hätten Vandalismus befürchtet oder dass im Pärkli plötzlich laute Feste gefeiert würden. Doch entsprechende Reklamationen blieben aus, vielmehr sei ein grosses Engagement der Hobbygärtner zu spüren. Das Gartenprojekt hat den Zusammenhalt im Quartier gefördert: «Viele Kontakte und Gespräche haben sich ergeben, die sonst nicht zustande gekommen wären», bilanziert Schärer.

Auch die Meldungen über Diebstähle und Vandalismus hielten sich in Grenzen. Zwar wurde vereinzelt Gemüse gestohlen und einmal eine Bohnenstange ausgerissen, ansonsten blieben die Gärtchen aber unversehrt.

Ab 2015 kosten die Parzellen

Die zwölf Gartenparzellen im Lorrainepärkli haben in den letzten Monaten einige Veränderungen durchgemacht: Aus der leeren und mit Holzschnitzelwegen versehenen Rabatte von Mitte Juni ist eine blühende Oase geworden, die nun in herbstlichen Farben leuchtet. Familien mit Kindern, der Moditreff Punkt 12, Paare, Wohngemeinschaften und Alleinstehende bilden den kunterbunten Mix der Lorrainegärtlipächter.

Während sie im ersten Jahr noch gratis am Pilotprojekt teilnehmen dürfen, sollen die Parzellen ab 2015 etwas kosten – je nach Gartenbeetgrösse 10 oder 20 Franken pro Jahr. Ob die bisherigen Pächter weitermachen wollen, werden sie in den nächsten Monaten entscheiden. Es gibt bereits eine Warteliste mit weiteren Interessenten.

Instruktionen vom Experten

Stadtgrün Bern stellt den Pächtern eine Holzkiste mit Gartenwerkzeug, Giesskannen und Dünger zur Verfügung. Zweimal in diesem Sommer rief Walter Glauser, Leiter Friedhöfe und Familiengärten bei Stadtgrün Bern, die Pächter zu einem abendlichen Treffen zusammen.

An diesen Treffen gab es Tipps vom Experten: Glauser zeigte den Neugärtnern zum Beispiel, wie man richtig düngt, oder regte dazu an, Setzlinge untereinander zu tauschen, um nicht plötzlich zu viel vom gleichen Gemüse zu haben. Die Pächter wählten einen Vertreter aus ihren Reihen, der nun als Ansprechperson für Stadtgrün Bern gilt. Was das Pilotprojekt im Lorrainepärkli Stadtgrün Bern gekostet hat und wie viel im Vergleich zu einer normalen Blumenbepflanzung gespart werden konnte, wird erst Ende Jahr ausgerechnet (siehe Box).

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