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«Im Boxkeller leiden alle gleich»

Nach den Schwergewichten Wladimir Klitschko und Tony Thompson zeigten die Mädchen im Ring, was in ihnen steckt. Ex-Boxweltmeisterin Christina Nigg erklärt, warum Boxen gerade für sie eine Lebensschule ist.

Nach dem Pressetraining der beiden Haudegen wurde es bunt im Ring auf dem Bundesplatz. Mädchen in pinken T-Shirts streiften sich Boxhandschuhe über und tänzelten in gekonnter Boxmanier umeinander herum. Und es wurde auch ausgeteilt. Möglich gemacht hat den Auftritt ein Box-Projekt nur für Mädchen der Stiftung Laureus. Auch Wladimir Klitschko ist Mitglied der Stiftung und engagiert sich für das Projekt.

Verantwortlich für das Mädchen-Box-Projekt ist keine geringere als die Berner Ex-Boxweltmeisterin Christina Nigg. «Die Mädchen sind zwischen 12 und 16 Jahre alt und haben alles andere als einen Sporthintergrund», erklärt Nigg. Nächstes Jahr sind die ersten Box-Camps mit 20-40 Mädchen geplant. «Unser Projekt richtet sich nicht an Leaderinnen, sondern an Mädchen mit eher schwierigerem Hintergrund, an die scheuen und die Bewegungsmuffel beispielsweise.»

Boxen gibt Selbstvertrauen

Noch vor einigen Monaten wäre ein solch öffentlicher Auftritt wie heute nicht möglich gewesen, erklärt Nigg: «Durch das Boxen erhalten die Mädchen Selbstbewusstsein, für sie war das heute ein grosser Auftritt.»

Christina Nigg verbringt auch heute noch die meiste ihrer Zeit im Boxkeller. Neben Boxen für Kinder, gibt sie Fitboxing für jedermann und sie betreut auch das erfolgreichste Wettkampfteam der Schweiz. «Im Boxkeller lernen sich Starke und Schwache, Buben und Mädchen zu respektieren. Dort unten wird den Anweisungen Folge geleistet und alle müssen gleich leiden», sagt sie.

Sie freut sich auf das Projekt mit den Mädchen: «Ich engagiere mich gerne und ich kann meine Stärken nutzen. Denn als Ex-Weltmeisterin bin ich ein Vorbild und kann die Mädchen motivieren.»

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