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Hundeangriff auf Touristin wird untersucht

Diesen Sommer sind sich in der Region Schwarzsee vermehrt Wanderer und Herdenschutzhunde in die Quere gekommen.

Ein Herdenschutzhund im Einsatz (Symbolbild).
Ein Herdenschutzhund im Einsatz (Symbolbild).
Christian Pfander

Im Gebiet Schafharnisch soll am Freitag eine Touristin aus Frankreich von einem Herdenschutzhund angegriffen worden sein. Dies sei ihm von einem Bewohner des Schwarzsees zugetragen worden, sagt der Plaffeier Gemeinderat Alfons Piller.Die kantonale Herdenschutzbeauftragte Jasmin Jordi bestätigt, dass es von einem Arzt eine Meldung über einen Hundevorfall beim Schafharnisch gegeben habe. Die Person habe Kratzspuren und zerrissene Hosen davongetragen. Mehr könne sie dazu noch nicht sagen.

Wie jeder Vorfall werde dieser untersucht und anhand der Abklärungen entschieden, was getan werden müsse und ob der Hund allenfalls die Alp verlassen muss. Dies sei diesen Sommer im erweiterten Schwarzsee-Gebiet einmal vorgekommen. Schafhirt Markus Nyffeler war am Freitag mit seiner Herde auf dem Schafharnisch, hat jedoch keinen Angriff miterlebt, wie er auf Anfrage sagt. Es seien in den vergangenen Tagen immer wieder Wanderer vorbeigezogen, jedoch ohne dass etwas passiert sei.

Keine Hundebisse

Der Plaffeier Ammann Otto Lötscher weiss von zwei Vorfällen mit Herdenschutzhunden, die sich Ende Juli auf der Kaiseregg­alp ereignet hatten. Die Wanderer seien vom Hund angegriffen, aber nicht gebissen worden. Otto Lötscher und Alfons Piller würden sich wünschen, dass die Informationen über die Hunde­vorfälle besser an die Gemeinde weitergeleitet und nicht zurückgehalten würden.

Richtiges Verhalten hilft

Jasmin Jordi bestätigt, dass es dieses Jahr nach einem ruhigen 2016 wieder vermehrt Konflikte zwischen Wanderern und Herdenschutzhunden gegeben habe. Insgesamt sind neunzehn Herdenschutzhunde in acht Herden im Einsatz. Dies sind zwei Hunde und eine Alp mehr als 2016. Auf der Kaisereggalp sei die Anzahl Hunde wegen des Wolfes aufgestockt worden.

Schwarzsee Tourismus hat auf der Website eine Karte aufgeschaltet, die aufzeigt, wo sich aktuell die Schafherden und Hunde befinden, damit Wanderer ihre Touren entsprechend planen können. Auch Verhaltensregeln sind dort zu finden.

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