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Hochwasserlage entspannt sich leicht

Nachdem die Aare in Bern am Samstagmittag einen Höchststand erreicht hat, ist der Pegel seither rückläufig. Die Lage hat sich etwas entspannt, dies auch, weil die Zuflüsse zwischen Thun und Bern deutlich weniger Wasser führen als noch am Vormittag.

Die Berufsfeuerwehr Bern baut die Hochwasserschutzmassnahmen zurück.
Die Berufsfeuerwehr Bern baut die Hochwasserschutzmassnahmen zurück.
zvg
Beim Schwellenmätteli in Bern schien am Sonntagnachmittag wieder die Sonne.
Beim Schwellenmätteli in Bern schien am Sonntagnachmittag wieder die Sonne.
Leserreporter
Unwetterwarnungen für zentrale und östliche Voralpen: Die Wetterkarte von Meteonews.
Unwetterwarnungen für zentrale und östliche Voralpen: Die Wetterkarte von Meteonews.
Screenshot Meteonews
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Nach den anhaltenden Regenfällen von Samstagvormittag ist der Aarepegel in Bern seit 13 Uhr leicht rückläufig und beträgt zurzeit noch 374 m3/sec. Die Wettermodelle sagen für die kommende Nacht weitere Regenfälle voraus, eine Beruhigung ist erst am Sonntagvormittag zu erwarten. «Wir können noch keine Entwarnung geben. Alles hängt davon ab, wie stark es noch im Oberland regnet», so Feuerwehrsprecher Franz Märki gegenüber Redaktion Tamedia. Die Massnahmen der Baulichtorganisationen bleiben bestehen.

Kran entfernte Schwellenelement

Im Altenberg sind Beaverschläuche ausgelegt worden. Das ganze Gebiet entlang der Aare wird überwacht, dies auch wegen möglicher Hangrutsche. Mitarbeitende von Energie Wasser Bern (ewb) haben ebenfalls Sperrelemente eingebaut und entfernen Schwemmholz bei den Schwellen im Mattequartier. Der Zivilschutz betreibt in der Matte zudem einen Informationsstand.

Zudem wurde der Kranwagen aufgeboten, der am Samstagachmittag die Schwellenelement entfernte. Damit soll verhindert werden, dass Treibholz den Wasserabfluss behindert und zu viel Wasser in den Kanal und anschliessend ins Quartier fliesst.

Auch leitet die Feuerwehr gemeinsam mit der Polizei Absperrmassnahmen für Wege und Strassen entlang der Aare vor. So wurden die Altenbergstrasse und Schifflaube im Mattequartier für den Verkehr gesperrt. Die Zufahrt in die Matte ist nur für Anwohnende möglich. Beidseitig der Aare bleiben die Uferwege zwischen der Elfenau und der Neubrücke in der Gemeinde Bremgarten aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Berner Oberland am stärksten betroffen

Kantonsweit gingen bei der Polizei innert 24 Stunden rund 140 Meldungen ein, die auf die starken Niederschläge zurückzuführen sind, wie Sprecher Nicolas Kesslerauf Anfrage sagte. Vielerorts traten Bäche über die Ufer oder es wurden Wassereinbrüche in Liegenschaften gemeldet. Zudem mussten örtlich einige Kantons- und Hauptstrassen gesperrt werden, weil sich auf den Fahrbahnen Wassermassen angesammelt hatten oder weil es wegen Gerölls zu Behinderungen im Strassenverkehr kam.

Der Hauptteil der Meldungen betrifft das Berner Oberland, woher rund 75 Anrufe stammen, sowie die Region Mittelland, Emmental und den Oberaargau, aus denen rund 45 Anrufe hervorgehen. Aus den Regionen Seeland-Berner Jura stammen 15 Meldungen und aus Bern gingen kaum Meldungen ein. Wegen eines Erdrutsches bei Sundlauenen musste die Kantonsstrasse zwischen Thun und Interlaken bis auf weiteres gesperrt werden.

Pegel steigt am Bielersee

Aufgrund der aktuellen Wetterlage ist aber davon auszugehen, dass der Pegelstand des Bielersees weiter ansteigen wird, was in Nidau zu Rückstaus in den Kanalisationen führen kann. Die Auswirkungen der heftigen Niederschläge sind zurzeit noch nicht abzuschätzen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine Angaben über verletzte Personen vor.

Die Aare am Samstagmorgen im Berner Mattequartier

Video: Thomas Hagspihl

Hochwassersituation an der Emme in Burgdorf nähe Typonsteg

Video: Sabine Hasler

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